2.9.7 Fortschreibung M AQ

Datum der Konstituierung


16.02.2011

Leiter


Dipl.-Ing. Sabine Attermeyer

Mitarbeiterstruktur


Gesamt: 18
Wirtschaft: 1
Wissenschaft: 5
Verwaltung: 9
Ingenieurbüros: 3
Sonstige: 0

Problem / Ziel


Mit einem neu einzurichtenden AK ist die Notwendigkeit zur diesbezüglichen Ergänzung des M AQ um die o. g. Themenbereiche zu prüfen. Aufbauend auf den Erkenntnissen abgeschlossener bzw. derzeit noch laufender Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf Bundes- und Länderebene (z. B. Quantifizierung und Bewältigung verkehrsbedingter Trennwirkungen auf Fledermauspopulationen als Arten des Anhangs der FFH-RL; Einfluss der Laufsohlenbeschaffenheit auf die Annahme und erfolgreiche Durchquerung von Kleintierdurchlässen durch Amphibien, Kleinsäuger und Gliedertiere; Entwicklung von technischen Möglichkeiten zur Vernetzung von Lebensräumen unter Brücken) sowie auf den Ergebnissen des projektbegleitenden Monitorings sind entsprechende Hinweise zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang ist auch eine Vereinheitlichung des Aufbaus und Umfangs der Funktionskontrollen anzustreben. Es ist ebenfalls erforderlich, Querbezüge zu den Gremien herzustellen, die themenbezogene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben betreuen, die derzeit beginnen oder zukünftig anlaufen sollen (z. B. Wirksamkeit von Wildtierpassagen B 50n (RP); Wirksamkeitskontrolle von Wiedervernetzungsmaßnahmen für Lebensraumkorridore unter sich wandelnden Klimabedingungen (BfN); Vegetationstechnik bei Grünbrücken und -unterführungen).

Ziel der Überarbeitung des M AQ und ggf. des MAmS ist, den besten Stand der Wissenschaft im Hinblick auf die Gestaltung und Pflege von Querungshilfen zusammenzuführen. Hierbei ist vom AK auch zu prüfen, ob beide Merkblätter nebeneinander bestehen bleiben oder zur Vereinfachung der Planungspraxis zusammengeführt werden sollen.

Die Gliederung des Inhalts wird vom neu einzurichtenden AK in der ersten Sitzung erarbeitet werden. Als Veröffentlichungsform sollte auch eine rasch ergänz- und abänderbare Loseblattsammlung in Erwägung gezogen werden, um neuen Entwicklungen besser gerecht werden zu können. In Anlehnung an die jetzige Fassung des M AQ könnten die verschiedenen Standardlösungen für Querungshilfen sowie für die Leit- und Sperreinrichtungen für die einzelnen Tierarten und Lebensräume aufzeigt und kapitelweise behandelt werden. Zur Vereinfachung der Planungspraxis wäre in diesem Fall eine Integration des MAmS in das Regelwerk „Querungshilfen“ denkbar.

Angestrebtes Ergebnis


Angestrebt wird ein R2-Dokument, das dem Bereich „Planung/Berücksichtigung spezieller ökologischer Belange“ zugeordnet wird. Das zu erstellende Dokument soll unterhalb der derzeit noch im Entwurf befindlichen „Richtlinien für die landschaftspflegerische Begleitplanung im Straßenbau (RLBP-E)“ angeordnet werden und den Fokus auf Maßnahmen zur Vermeidung von Zerschneidungswirkungen richten.