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Kurzfassungen können bis zum 16. September 2012 eingereicht werden.
Diese und weitere Neuerscheinungen beim FGSV Verlag
3.1.4 ITS-Systemarchitekturen
Datum der Konstituierung
9.6.2005
Leiter
Mitarbeiterstruktur
| Gesamt: | 14 |
| Wirtschaft: | 7 |
| Wissenschaft: | 2 |
| Verwaltung: 4 | |
| Ingenieurbüros: 1 | |
| Sonstige: | 0 |
Problem / Ziel
Im Rahmen einiger EU-Projekte wurden Rahmenvorgaben für ITS-Systemarchitekturen entwickelt. In den meisten EU-Ländern wurden zur Um-setzung nationale Arbeitskreise installiert, nicht in Deutschland. Bis zum heutigen Tag ist aber unklar, welche Auswirkungen das Fehlen einer verbindlichen Rahmenvorgabe hat. Da wirtschaftsstarke und innovationsfreudige Länder wie die USA oder Japan eine nationale Richtlinie ausgearbeitet haben und sich auch in Deutschland für Teilsysteme (z. B. TLS und OCIT-Initiative) gezeigt hat, dass Vorgaben wichtig sein können, erscheint eine Überprüfung der deutschen Position sinnvoll. Aufgrund der zunehmend geforderten Interoperabilität von Verkehrssystemen, der Rolle Deutschlands als zentrales Transitland sowie Standort international agierender Wirtschaftsunternehmen müssen derartige Aktivitäten immer im europäischen Rahmen gesehen werden.
Ein Nichttätigwerden könnte erheblichen wirtschaftlichen Schaden für Deutschland zur Folge haben, wenn in Schlüsseltechnologien Deutschland als Marktführer versäumt hätte, die internationalen Harmonisierungen voranzutreiben und z. B. Schnittstellen in die europäische Standardisierung einzubringen.
Die Sinnhaftigkeit von Leitbildern zur ITS-Architektur werden immer dann angezweifelt, wenn sie als Hemmnisse für Innovationen verstanden werden. Aber die bisher umgesetzten Schnittstellen und Definitionen, die einem Leitbild folgen (z. B. OCIT, TLS oder Datenaustauschformate), stehen in ihrem Nutzen außer Frage. Auf europäischer Ebene wurden Systemarchitekturen und Rahmenvorgaben in einer Reihe von Gemeinschaftsprojekten diskutiert und hierfür Vorschläge erarbeitet. Diese Arbeiten können nun Eingang in eine nationale Adaption finden. Zumindest sollten die nationalen Realisierungen zu den Vorschlägen Bezug nehmen.
Durch Vergleich der deutschen Situation mit der anderer Länder soll überprüft werden, welcher Nutzen durch die Erarbeitung einer Rahmenarchitektur entsteht. Ggf. wird der AK Empfehlungen für die Erarbeitung eines Leitbildes geben.
Angestrebtes Ergebnis
Damit gehören folgende Teile zu dem vom AK angestrebten Wissensdokument:
- Bestandsaufnahme und Einordnung deutscher ITS-Komponenten, verfahren und -definitionen in den durch FRAME definierten Rahmen
- Zusammenstellung von Defiziten und Vorsprüngen gegenüber diesem Rahmen und gegenüber allgemeinen Zielen einer ITS-Architektur
- Hinweise zur Erstellung eines Leitbildes
Nutzer des Endprodukts sind öffentliche Stellen und Entscheidungsträger, Privatinvestoren, Systemhersteller, denen akzeptierte Rahmenvorgaben neue Produkte am Markt ermöglichen und mehr Zukunftssicherheit bei der Bestellung von ITS-Komponenten bringen.
Das Wissensdokument soll bis Ende 2011 vorliegen.