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Kurzfassungen können bis zum 16. September 2012 eingereicht werden.
Diese und weitere Neuerscheinungen beim FGSV Verlag
2.5.3 Barrierefreie Verkehrsanlagen
Datum der Konstituierung
17.2.2006
Leiter
Dr. Dipl.-Geogr. Markus Rebstock
Mitarbeiterstruktur
| Gesamt: | 18 |
| Wirtschaft: | 4 |
| Wissenschaft: | 4 |
| Verwaltung: | 6 |
| Ingenieurbüros: | 2 |
| Sonstige: | 2 |
Problem / Ziel
Die Einführung des Gesetzes zu Gleichstellung behinderter Menschen BGG im Mai 2002 und die damit einhergehende Verankerung von gesetzlichen Vorgaben zur Schaffung barrierefreier Verkehrsanlagen bewirken, dass Planer und Ingenieure schon beim Planentwurf die Belange von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen müssen. Das BGG fordert dabei zwar die "weitgehend barrierefreie" Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraumes, konkretisiert diesbezügliche Anforderungen aber nicht.
Gleichwohl zu diesem Thema bereits eine umfangreiche Auswahl an Fachliteratur von privaten und öffentlichen Trägern vorliegt, existieren allgemeingültige Vorgaben bis heute nur partiell. Daneben werden auch bestehende Standards kritisch hinterfragt und z. T. infrage gestellt. Folglich ist die Umsetzung der Barrierefreiheit in der Praxis für Planer und Ingenieure auch nach intensivem Studium der einschlägigen Regelwerke und Normen, u. a. aufgrund der teilweise beachtlichen Abweichungen der Empfehlungen untereinander, ein eher schwieriges Unterfangen. Durch diese fehlenden Leitlinien zur barrierefreien Gestaltung haben Städte, Gemeinden und Straßenbaulastträger in den letzten Jahren unterschiedlichste Lösungsansätze umgesetzt, die zu einer nicht mehr überschaubaren Vielfalt geführt haben. Auch ist es bisher eher selten gelungen, von der barrierefreien Einzellösung zu durchgängig barrierefreien Mobilitätsketten zu gelangen. Die Einführung von funktionalen Standards zum Thema Barrierefreiheit ist – gerade im Hinblick auf die bestehende Gesetzeslage – überfällig. Der AK hat sich diesbezüglich das Ziel gesetzt, zunächst alle derzeit gültigen Standards sowie die nach aktuellem Wissensstand für die Herstellung einer weitgehend barrierefreien Umwelt notwendigen Anforderungen an Verkehrsanlagen in einem Regelwerk zusammenzufassen.
Die Zielgruppe dieser Veröffentlichung sind in erster Linie Kommunen bzw. die von den Kommunen beauftragten Ingenieurbüros und die für Ortsdurchfahrten zuständigen Ämter, somit liegt der Fokus des Regelwerks auf einer hohen Umsetzungs- und Praxisorientierung.
Mittelfristig ist zudem die Erstellung eines Regelwerks zu Planung, Bau und Betrieb barrierefreier Verkehrsanlagen geplant.