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Kurzfassungen können bis zum 16. September 2012 eingereicht werden.
Diese und weitere Neuerscheinungen beim FGSV Verlag
3.3.4 Netzsteuerung
Datum der Konstituierung
18.11.2008
Leiter
Dipl.-Math. Florian Weichenmeier
Mitarbeiterstruktur
| Gesamt: | 18 |
| Wirtschaft: | 7 |
| Wissenschaft: | 2 |
| Verwaltung: | 4 |
| Ingenieurbüros: | 3 |
| Sonstige: | 2 |
Problem / Ziel
Verkehrsabhängige Steuerungsverfahren für Lichtsignalanlagen sind in Deutschland weit verbreitet. Sie sollen in erster Linie den Verkehrsfluss in städtischen Netzen verbessern und die Bevorrechtigung von Fahrzeugen des Öffentlichen Nahverkehrs sicherstellen. Der überwiegende Teil der Verfahren bezieht sich auf die Steuerung von einzelnen Knotenpunkten. Verfahren zur Koordinierung der Lichtsignalanlagen (Netzsteuerung) werden vergleichsweise selten eingesetzt, obwohl sie deutliche Potenziale zur Verbesserung der Verkehrs- und Umweltqualität versprechen.
So zeigt ein vor kurzem abgeschlossenes Forschungsprojekt, dass bereits die Koordinierung einfacher Festzeitprogramme zu geringeren Gesamtverlustzeiten führt als dezentrale verkehrsabhängige LSA-Steuerungen.
Darüber hinaus gilt, dass weniger Halte der einzelnen Fahrzeuge zu geringeren negativen Auswirkungen auf die Umwelt führen. Denn zweifellos wird die Höhe der Lärm- und Schadstoffemissionen des Kraftfahrzeugverkehrs wesentlich durch dessen Beschleunigungsvorgänge beeinflusst. Ein Großteil der Verzögerungs- und Beschleunigungsvorgänge werden im Stadtverkehr durch die Halte an Lichtsignalanlagen verursacht. Gelingt es, durch eine gute Koordinierung der Steuerung die Anzahl der Halte im Straßennetz zu minimieren, ist folglich eine signifikante Auswirkung auf die Emissionen insgesamt und die Immissionen im Nahbereich zu erwarten.
Zielsetzung
Ein wesentliches Hemmnis für eine breite Umsetzung von Verfahren zur Netzsteuerung sind unzureichende Kenntnisse über die erzielbaren verkehrlichen und umweltbezogenen Wirkungen. Hier setzt das Hinweispapier an. Durch eine praxisgerechte Auswertung vor kurzem abgeschlossener bzw. derzeit laufender Untersuchungen sollen folgende Fragestellungen beantwortet werden:
- Welche verkehrlichen Vorteile können durch eine gute Koordinierung der Lichtsignalanlagen im Netz gegenüber lokalen verkehrsabhängigen Steuerungsverfahren erzielt werden?
- Welche umweltbezogenen Wirkungen sind mit Netzsteuerungsverfahren erreichbar?
- Welche Beiträge können zur Reduzierung und besseren räumlichen Verteilung von Luftschadstoffen und damit zur Einhaltung
von Immissionsgrenzwerten (z. B. zur Feinstaubbelastung) in städtischen Straßennetzen geleistet werden? - Welches Maß an Verbesserung ist bereits mit der systemtechnisch einfachen Möglichkeit der regelbasierten Signalprogrammauswahl bei geringen Investitionskosten zu erreichen?
- Welche konkreten Vorteile bieten darüber hinaus modellbasierte Steuerungsverfahren, die zunehmend Bedeutung gewinnen?
Angestrebtes Ergebnis
Hinweise zu erzielbaren Wirkungen durch die Koordinierung der Lichtsignalsteuerung in städtischen Straßennetzen (H KoLiS) (2012)