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Frist für die Einreichung der Kurzfassungen ist der 12.07.2013
3.3.5 Qualitätsmanagement für Lichtsignalanlagen
Datum der Konstituierung
19.11.2008
Leiter
Mitarbeiterstruktur
| Gesamt: | 11 |
| Wirtschaft: | 1 |
| Wissenschaft: | 3 |
| Verwaltung: | 4 |
| Ingenieurbüros: | 3 |
| Sonstige: | 0 |
Problem / Ziel
Der hohen Bedeutung von Lichtsignalanlagen (LSA) für die Verkehrssicherheit und die Qualität des Verkehrsablaufs steht ihre Komplexität bei Planung, Umsetzung und Überprüfung gegenüber. Mangelhafte LSA-Steuerungen verursachen unnötige Wartezeiten und Unfallkosten. Systematische Ansätze zur fortlaufenden Überprüfung der Qualität des Verkehrsablaufs an LSA sind bei kaum einem Betreiber vorhanden. In Betreibermodellen, in deren Rahmen der Betrieb der LSA-Steuerung an Private übertragen wird, sind bislang keine vertraglichen Vereinbarungen bekannt, in denen Referenzwerte für zu erreichende Qualitätsstandards enthalten wären. Ein Quervergleich der Verkehrsqualität in verschiedenen Städten findet lediglich in wissenschaftlich meist nicht haltbaren Reportagen der Medien statt.
Inzwischen weist die Teilfortschreibung zur RiLSA (2003) auf das Erfordernis eines systematischen Qualitätsmanagements (QM) hin. Im Entwurf der Neufassung der RiLSA wird in einem eigenen Kapitel dargelegt, welche verbindlichen Überprüfungen regelmäßig stattfinden sollen, um die erwünschte Qualität der Lichtsignalsteuerung sicherstellen zu können.
Praxisgerechte Hinweise, wie ein regelmäßiges QM unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Voraussetzungen der Baulastträger und der verschiedenen örtlichen Gegebenheiten so realisiert werden kann, dass belastbare und ggf. vergleichbare (im Längsschnitt und im Quervergleich) Ergebnisse erzielt werden können, die schnell zu einer Identifizierung und Behebung von Mängel führen, sind jedoch nicht vorhanden.
Zielsetzung
Ziel des Hinweispapiers ist es, für die zunehmend gewünschte und im Regelwerk geforderte Qualitätssicherung der Lichtsignalsteuerung standardisierte und praxistaugliche Vorgehensweisen zu beschreiben. Das Papier soll konkrete Hinweise zu folgenden Fragen geben:
- Welche Indikatoren sollen für das Qualitätsmanagement für die Identifizierung von Mängeln und die Dokumentation der Verkehrsqualität erhoben werden?
- Welche Mess- und Analyseverfahren können hierfür ggf. automatisiert zum Einsatz kommen und welche Kosten sind damit verbunden?
- Welche belegbaren Erfahrungen gibt es zum Nutzen des QM?
- Welche Kenngrößen und Zyklen sind für die fortlaufende Dokumentation (Längsschnitt) der Verkehrsqualität geeignet?
- Welche Kenngrößen können für einen Quervergleich (Benchmarking) herangezogen werden?
- Wie können verkehrliche Qualitätsstandards in den Verträgen von Betreibermodellen verankert werden, dass ein Anreiz für den Betreiber entsteht?
Angestrebtes Ergebnis
Hinweise zu Qualitätsmanagement, Benchmarking und Betreibermodelle bei der Lichtsignalsteuerung (H QBBLi) (2012)