1.1.9 Hinweise zur Weiterentwicklung der integrierten kommunalen Verkehrsentwicklungsplanung

Datum der Konstituierung


2.3.2009

Leiter


Prof. Dr.-Ing. Gerd-Axel Ahrens

Mitarbeiterstruktur


Gesamt: 18
Wirtschaft: 2
Wissenschaft: 5
Verwaltung: 10
Ingenieurbüros: 1
Sonstige: 0

Problem / Ziel


In Ergänzung zum "Leitfaden für Verkehrsuntersuchungen", Ausgabe 2001, der das grundsätzliche Vorgehen bei Verkehrsplanungen darstellt, fehlen aktuelle Hinweise zu neuen Randbedingungen der Verkehrsentwicklungsplanung (VEP). So war die VEP bzw. der GVP früher die einzige kommunale Rahmenplanung mit Verkehrsbezug. Dies hat sich in den letzten 10 - 15 Jahren deutlich verändert. Vor allem durch Anforderungen der EU sind inzwischen eine Reihe von Plänen verbindlich vorgeschrieben, die Maßnahmen im Verkehrsbereich determinieren. Nahverkehrsplan, Luftreinhalteplan, Lärmminderungsplan sind weitere Planwerke, die ähnliche Datengrundlagen benötigen und z. T. identische Maßnahmen beinhalten. Daher sind Empfehlungen und Regelungen zu einer effizienten Abstimmung bzw. Integration der Planwerke untereinander im Rahmen der VEP sowie zu einer Berücksichtigung der Anforderungen der SUP zu erarbeiten. Sinnvoll erscheint dabei die verstärkte Definition und Operationalisierung der VEP als kontinuierlicher Planungsprozess. Im Konsens "ausgehandelte" VEP als Rahmenpläne erhöhen die Chancen, kontroverse Einzelprojekte ungefährdeter zu realisieren. Eine weitere Herausforderung besteht in der "Regionalisierung" der Planungsprozesse, da eine Beschränkung auf das eigene Gemeindegebiet angesichts der weitreichenden verkehrlichen Verflechtungen nicht zielführend ist. Um mehr Wirksamkeit zu entfalten und gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, erscheint es auch zielführend, die in der Praxis zu kurz kommenden Aspekte Monitoring und Evaluation besser in die Bearbeitungsprozesse der VEP zu integrieren.


Der Arbeitskreis  soll vor allem praktikable Wege zu einer verbesserten Integration von Planwerken und zu einem kontinuierlichen Planungsprozess zur Erstellung der VEP als informeller Rahmenplan für die z. T. verbindlicheren formellen Teilpläne unter Berücksichtigung entsprechender Entwicklungen im europäischen Ausland erarbeiten.

Angestrebtes Ergebnis


Hinweise zur Weiterentwicklung der Verkehrsentwicklungsplanung