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Sehr geehrte Newsletter-Leser,

heute erhalten Sie den Newsletter 09/2013 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Wir haben für Sie Neuigkeiten aus der Gremienarbeit der FGSV zusammengestellt und möchten Sie auf neue Veröffentlichungen und zukünftige Veranstaltungen hinweisen.

Die heutigen Themen:


Aus den Arbeitsgremien
Neu gegründete Arbeitsgremien
Neue und zurückgezogene Veröffentlichungen
Veranstaltungen
Internationales

Ihr FGSV-Team

Aus den Arbeitsgremien

AA 1.4 Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

Am 1. August 2013 wurde Prof. Dr. Christoph Walther, Vice President „Transport Policy & Research“ der PTV AG und Honorarprofessor an der Bauhausuniversität Weimar für das Fachgebiet „Gesamtwirtschaftliche Bewertung von Netzinfrastrukturen“, zum neuen Leiter des AA 1.4. „Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen“ gewählt. Laufende Aktivitäten zu „Dynamischen Aspekten bei Projektbewertung und Investitionsplanung“ (AK 1.4.4) sowie die Begleitung der neuen Richtlinien für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen an Straßen (RWS) in die IT-technische Umsetzung und Anwendungsphase (AK 1.4.1) werden fortgeführt. Für die Betrachtung gesamtwirtschaftlicher Aspekte der Erhaltungsplanung (AK 1.4.3) soll auf die Arbeitsausschüsse AA 4.1 "Management der Straßenerhaltung“ und  AA 4.6 "Wirtschaftlichkeit von Bauweisen" zugegangen werden. Professor Walther möchte den AA 1.4. als breit aufgestelltes Diskussionsforum zu Wirtschaftlichkeitsfragen in der FGSV verstanden wissen, in dem auch neue Ansätze zur gesamtwirtschaftlichen Bewertung von Verkehrsmanagementsystemen, zu verkehrsökonomischen Aspekten des demografischen Wandels, zur Life Cycle Analysis u.v.m. behandelt werden. Hierfür sind weitere Mitarbeiter - gerade auch aus „benachbarten“ Arbeitsausschüssen - hoch willkommen.

 

AA 3.4 Technische Fragen der Verkehrsordnung

Der AA 3.4 „Technische Fragen der Verkehrsordnung“ hat die Aktualisierung des Merkblatts für die Verkehrsschauen abgeschlossen.

Das Merkblatt zur Durchführung von Verkehrsschauen M DV ist aktualisiert und wird am 10. Oktober 2013 der Fachöffentlichkeit vorgestellt (Link zur Veranstaltungsseite der BASt). Mit der Verkehrsschau vollziehen die Verkehrsbehörden unter Beteiligung der Straßenbaubehörden und der Polizei ein nach der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung VwV-StVO verbindliches und für die Verkehrssicherheit der Straßeninfrastruktur wichtiges Verfahren. Zur praktischen Durchführung dieser Aufgabe gibt die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen das „Merkblatt für die Durchführung von Verkehrsschauen“ (M DV) heraus. Das M DV beschreibt die Aufgaben von Verkehrsschauen und deren Durchführung für alle Straßen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften einschließlich der Bundesautobahnen und zeigt, wie der Arbeitslauf für ein gesamtes Streckennetz effektiv organisiert werden kann. Dabei wird einerseits die Regelverkehrsschau der sicherheitsrelevanten Straßenausstattung beschrieben und andererseits werden Thematische Verkehrsschauen mit unterschiedlichen Schwerpunkten behandelt. Die vorliegende Neuauflage des M DV verbindet den Text des Merkblatts von 2007 mit hilfreichen Hinweisen für die Praxis und ergänzenden detaillierten Informationen und ist auf den aktuellen Stand von Straßenverkehrs-Ordnung vom 6. März 2013 und Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung abgestimmt.

Das Verfahren der Verkehrsschau gehört zu den Sicherheitskontrollen im Straßennetz unter Betrieb, die im Rahmen des ARS 26/10 zur Umsetzung der Richtlinie 2008/96/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 19.12.2008 über ein Sicherheitsmanagement für die Straßenverkehrsinfrastruktur (EU-RL) in Deutschland beschrieben werden.

 

Neu gegründete Arbeitsgremien

AK 1.6.6 Verlässlicher ÖV

Am 10. Oktober 2013 kommt in Köln zum ersten Mal der neue AK 1.6.6 "Verlässlicher ÖV" zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises: In der Vergangenheit wurden durch die FGSV umfangreiche Arbeiten geleistet, die auf die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für den ÖPNV ausgerichtet waren. Einen bedeutenden Raum nahm dabei die Beschleunigung des ÖPNV an der Oberfläche ein. Es entstanden u. a. folgendes Merkblatt, Hinweise und ein Arbeitspapier.

In den letzten Jahren hat der öffentliche Verkehr (ÖV) eine erhebliche Weiterentwicklung erfahren. Der Fahrgast wird stärker als zuvor als Kunde betrachtet und von der Planung bis zur Durchführung einer Reise/Fahrt unterstützt und begleitet. Von besonderer Bedeutung sind die neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Während bisher nicht selten eine technische Sicht auf das Thema Beschleunigung im Vordergrund stand, zählen heute neben der Geschwindigkeit auch die Verlässlichkeit des Angebotes und die Qualität der Information (insbesondere bei Abweichungen von den planmäßigen Abläufen) zu den maßgebenden Qualitätskriterien im ÖV.

Zugleich hat die Bedeutung des ÖV im Rahmen regionaler und kommunaler Verkehrsplanung zugenommen. Ihm kommt eine zentrale Funktion zu, bei der Erreichung klima- und umweltpolitischer Ziele (u.a. bei der Reduzierung von Schadstoffemissionen im Verkehr oder bei der Lärmminderung), bei der Senkung verkehrsbedingter Kosten von Nutzern und Gebietskörperschaften sowie bei der Steigerung der Lebensqualität der Bewohner in Stadt und Land. Mit signaltechnischen, straßenbaulichen, verkehrslenkenden und betrieblichen Maßnahmen werden die Verkehrsverhältnisse für den ÖV verbessert. Darüber hinaus müssen Akzeptanz und Vertrauen der Nutzer in ihren ÖV immer wieder neu erarbeitet werden, damit eine nachhaltige Verkehrsverlagerung und ÖV-Nutzung erreicht werden kann.

Weitere Gründe für die Bearbeitung des Themas sind:

Ziel des Arbeitskreises ist die Erarbeitung, Zusammenstellung und Beschreibung aller Kriterien einschließlich deren Wechselwirkungen, die zu einem verlässlichen ÖV beitragen. Dabei soll zunächst auf einen zu hohen Detaillierungsgrad verzichtet werden. Die Sicht des Fahrgastes und die Sicht der Verantwortlichen für die Planung und Durchführung des ÖV werden einbezogen.

Ausgangspunkt der Arbeiten ist das „Merkblatt für Maßnahmen zur Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Straßenbahnen und Bussen“ aus dem Jahr 1999, das bereits ganzheitliche Ansätze umfasst.

Im Bereich der Steuerungstechnik (Lichtsignalanlagen, Verkehrsbeeinflussung, ...) soll ein Extrakt aus dem neu eingerichteten Arbeitskreis 3.3.7 (Arbeitstitel: Berücksichtigung des ÖPNV im städtischen Verkehrsmanagement) übernommen werden. Eine eigenständige Erarbeitung ist nicht vorgesehen.

Zunächst wird ein Wissensdokument W 2 angestrebt (Arbeitspapier). Nachfolgend sollen geeignete Themenschwerpunkte zu einem Regelwerk R 2 (Merkblatt) vertieft werden.

Potenzielle Nutzer der Veröffentlichung sind Verkehrsplanerinnen und Verkehrsplaner in Verkehrsbetrieben, Besteller-Organisationen bei Kommunen und Gemeinden, Vertreterinnen und Vertreter von Lehre und Forschung und Verkehrspolitik

 

AK 6.2.7 Auslaugverfahren

Am 20. September 2013 ist in Duisburg-Rheinhausen zum ersten Mal der neue AK 6.2.7 "Auslaugverfahren" aus dem neu zusammengesetzten AA 6.2 "Umweltverträglichkeit, Industrielle Nebenprodukte und RC-Baustoffe" zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Leiterin des AK ist Frau Dr.-Ing. Ruth Bialucha.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises:

Von dem ehemaligen FGSV-Arbeitskreis 6.4.1 "Elutionsverfahren für Mineralstoffe" wurden in den 90er Jahren verschiedene Auslaugverfahren erarbeitet, die den Einfluss von Straßenbaumaterialien auf Boden und Grundwasser erfassen sollten. Dabei wurde insbesondere Wert darauf gelegt, dass die Verfahren speziell für die Untersuchung von stückigen Gesteinskörnungen geeignet sind. Diese Verfahren (modifiziertes S4-Verfahren, Trogverfahren, down-flow-Perkolationsverfahren, pH-stat-Ver­fah­ren sowie Ultraschallverfahren) liegen als Technische Prüfvorschriften für Gesteinskörnungen (TP Gestein-StB, Teil 7.1.1 bis 7.1.5) vor.

In Nachfolge von dem AK 6.4.1 wird sich auch der neue AK 6.2.7 mit Auslaugverfahren befassen, die für die Untersuchung von stückigen Gesteinskörnungen geeignet sind, die im Erd- und Straßenbau eingesetzt werden sollen. Von den o. g. fünf Verfahren wurde lange Zeit das mod. S4-Verfahren favorisiert – ein Schüttelverfahren mit einem L/S-Verhältnis von 10:1, das auf der Basis der DIN 38414-S4 entwickelt wurde. Derzeit werden jedoch in Deutschland im Zusammenhang mit der als Entwurf vorliegenden Ersatzbaustoffverordnung (EBV) zwei Auslaugverfahren diskutiert, die mit einem L/S-Verhältnis von 2:1 arbeiten. Dies sind die DIN 19528 (up-flow-Perkolation) und die DIN 19529 (Schüttelverfahren), beide Erscheinungsjahr 2009.

An der Entwicklung eines up-flow-Perkolations­verfahrens wurde auf europäischer Ebene von dem CEN/TC 292 "characterization of waste" bereits Ende der 90er Jahre gearbeitet. Basis hierfür war die niederländische Norm NEN 7373 (vormals 7343). Im Jahr 2004 wurde die Verfahrensvorschrift als "Technische Spezifizierung" veröf­fentlicht (CEN/TS 14405), da keine Validierung vorlag. Derzeit verfolgt der CEN/TC 292 das Ziel, diese TS in eine europäische Norm zu überführen, da es offenbar gute Validierungsergebnisse aus den USA gibt. Diesem Vorgehen hat das deutsche Spiegel­gremium NA 119-01-02-05 UA "Eluierungsverfahren" wider­sprochen, da sich die TS 14405 von den Randbedingungen her deutlich von der deutschen Norm 19528 unterscheidet.

Vom CEN/TC 351 "Dangerous substances" werden im Rahmen der Bauprodukte-Verordnung verschiedene Auslaugmethoden erarbeitet, mit denen Baumaterialien europaweit einheitlich hinsichtlich ihres Umweltverhaltens bewertet werden können. Eines dieser Verfahren für die Beurteilung der Auslaugbarkeit stückiger Materialien basiert auf der TS 14405 und arbeitet dementsprechend auch mit Randbedingungen, die nicht mit der DIN 19528 vergleichbar sind. Deutschland hat daher dafür plädiert, auf EU-Ebene zwei verschiedene Verfahrensversionen zuzulassen, die dem Vorge­hen in den Niederlanden bzw. in Deutschland entsprechen. Dies wurde aber von der Kommission abgelehnt.

Zielsetzung des neu gegründeten Arbeitskreises ist es, die Diskussionen zum Thema Auslaugverfahren auf nationaler und europäischer Ebene zu verfolgen und dahin­gehend zu beeinflussen, dass die Belange des Straßenbaus ausreichend berück­sichtigt werden. Aktuell soll der Arbeitskreis an der Lösung der o. g. Aktivitäten mitarbeiten und aktuell u. a. dazu beitragen, dass die Randbedingungen des deutschen Perkolationsverfahrens (DIN 19528) auf europäischer Ebene akzeptiert werden.

Angestrebtes Ergebnis:

  1. Begleitung der Arbeiten von europäischen Normungsaktivitäten in den CEN/TCs 292 und 351, einschließlich Ringversuchen und Validierung für die von diesen TCs erarbeiteten Auslaugverfahren
  2. Mitwirkung an nationalen Normungsaktivitäten. Entwicklung eines für Gesteinskörnungen geeigneten Routineverfahrens, wie z. B. einer modifizierten DIN 19528
  3. Verfolgung der Diskussionen zu Gesetzesinitiativen, wie z. B. der geplanten Mantelverordnung
  4. Einbeziehung von Naturgesteinen in die Untersuchungen zum Auslaug­verhalten von Mineralstoffen; Aufbau einer Datenbank

       

    Neue und zurückgezogene Veröffentlichungen

    Neue Veröffentlichungen
    Zurückgezogene Veröffentlichungen
    389 Merkblatt für die Durchführung von Verkehrsschauen (M DV), Ausgabe 2013 (R 2) 389 Merkblatt für die Durchführung von Verkehrsschauen (M DV), Ausgabe 2007
    821/1 Merkblatt für Planung, Konstruktion und Bau von Verkehrsflächen aus Beton Teil 1: Kreisverkehre, Busverkehrsflächen und Rastanlagen (M VaB), Ausgabe 2013
    822 Merkblatt für die Whitetopping-Bauweise (M WT), Ausgabe 2013 (R 2)
    827Merkblatt für Dränbetontragschichten (M DBT), Ausgabe 2013 (R 2)827Merkblatt für Dränbetontragschichten (M DBT), Ausgabe 1996
    G 26Der Streckenentwurf der Reichsautobahnen 1933 bis 1945: Eine ingenieurtechnische Analyse auf der Grundlage ausgewählter Archivbestände, Ausgabe 2013

    Opens external link in new window Weitere Informationen zu unseren Veröffentlichungen sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie beim FGSV Verlag.

     

    Veranstaltungen

    Am 28. und 29. November findet in Köln im modernen "Theater am Tanzbrunnen" die Tagung der FGSV-Arbeitsgruppe 4 zum Thema Infrastrukturmanagement statt.

    In vier Vortragsreihen werden aktuelle Themen aus Theorie und Praxis aus den Bereichen Straßenerhaltungs-Management, Bauen im Bestand, Oberflächeneigenschaften sowie der Substanzbeiwert bei der Bestandserhaltung diskutiert. Das Zusammentreffen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ermöglicht auch dieses Mal einen regen Austausch.

    Begleitet wird die Tagung von einem attraktiven Rahmenprogramm, das Interessierte in die Kölner Tradition des "Klüngelns" einweiht oder in die Welt der Düfte entführt.

    Die Teilnahme kostet für FGSV-Mitglieder € 180,-, für Nicht-Mitglieder € 215,- und für Studierende € 50,-. Anmeldefrist ist der 14. November 2013.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier.

    Kalender

    Arbeitsgruppentagung Infrastrukturmanagement 2013
    28./29. November 2013
    Köln
    Programm und Anmeldung

    Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen" mit Auditorenforum
    24./25. Februar 2014
    Weimar

    Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen" mit Auditorenforum
    17./18. März 2014
    Wuppertal

    HEUREKA '14 mit Fachausstellung
    2./3. April 2014
    Stuttgart

    Deutscher Straßen- und Verkehrskongress 2014 mit Fachausstellung "Straßen und Verkehr 2014"
    30. September bis 2. Oktober 2014
    Stuttgart

    Einen Überblick über alle FGSV-Veranstaltungen finden Sie in unserer Rubrik Veranstaltungen.

    Internationales

    Opens external link in new windowRisks associated with natural disasters, climate change, man-made disasters and security threats

     



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    Verantwortlich für den Inhalt:
    Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV)
    An Lyskirchen 14
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    Tel.: (0221) 93 58 3-0
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    E-Mail:
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    (Geschäftsführer)

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