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Sehr geehrte Newsletter-Abonnenten,

heute erhalten Sie den Newsletter Januar/Februar 2016 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Wir möchten Ihnen Neuigkeiten aus der Arbeit unserer Gremien präsentieren und Sie über Neuerscheinungen sowie anstehende Veranstaltungen informieren.

Die heutigen Themen:

Aus den Arbeitsgremien

Neu gegründete Gremien

Neuerscheinungen

Veranstaltungen

Internationales

 

Ihr FGSV-Team

 

 

Aus den Arbeitsgremien

AG 3 Verkehrsmanagement

Zum 01. Februar 2016 sind die beiden Arbeitsausschüsse 4.7 "Straßenbetriebsdienst" und 4.8 "Winterdienst" wegen der thematischen Nähe in die Arbeitsgruppe 3 "Verkehrsmanagement" umgezogen und dort unter den Nummern 3.11 bzw. 3.12 unter selbem Titel neu firmiert. Personell gab es keine Veränderungen zu den alten Arbeitsausschüssen.

Die zugehörigen Arbeitskreise sind ebenfalls mit umgezogen. Der ehemalige AK 4.7.3 "Reinigung von Straßen außerhalb von Ortsdurchfahrten" ist neu firmiert unter der Nummer 3.11.1, der AK 4.8.1 "Hinweise für Beschaffung und Einsatz von Fahrzeugen und Geräten im Straßenbetriebsdienst (HiBEFG)" wurde zum AK 3.12.1. Auch hier gab es keine personellen Veränderungen zu den vorherigen Arbeitskreisen.

 

 

Neu gegründete Arbeitsgremien

AK 1.2.9 Hinweise zur verkehrlichen Erschließung von (Groß-)Veranstaltungen

Am 12. Februar 2016 kam in Wuppertal zum ersten Mal der neue Arbeitskreis 1.2.9 "Hinweise zur verkehrlichen Erschließung von (Groß-)Veranstaltungen" aus dem Arbeitsausschuss 1.2 "Erhebung und Prognose des Verkehrs" zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises:

Bei der Planung von Veranstaltungen spielt die verkehrliche Erschließung eine große Rolle. So müssen sowohl im An- als auch im Abreiseverkehr sichere und verlässliche Angebote geschaffen werden, die großräumig die Abwicklung des Besucherverkehrs im fließenden und ruhenden Verkehr, im öffentlichen Verkehr, mit Reisebussen und im Radverkehr gewährleisten und kleinräumig hohe Fußgängermengen bewältigen können. Die FGSV-Veröffentlichungen geben hierfür bislang keine nutzbaren methodischen Hinweise.

Besonders heterogen sind momentan nicht zuletzt aufgrund der weltweit immer wieder und in Deutschland insbesondere bei der Loveparade in Duisburg zu verzeichnenden Schadensereignisse die Planungs- und Genehmigungsprozesse von Veranstaltungen. Diese werden zudem federführend von Institutionen, wie Feuerwehr und Polizei durchgeführt, die nicht schwerpunktmäßig mit verkehrlich-planerischen Aufgaben betreut sind. Hinzu kommt, dass keine verlässlichen Standards, Kriterien oder Kenngrößen zur Verkehrsabwicklung bei Veranstaltungen verfügbar sind. Dieses führt Planungs- und Genehmigungsbehörden sowie Veranstalter insbesondere bei nicht regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen derzeit vor große Probleme.

Ziel des neuen FGSV-Arbeitskreises ist es, auf der Grundlage aktueller Erfahrungen und Erkenntnisse einschließlich vorliegender Veröffentlichungen wie dem BASIGO-Guide ein Wissensdokument zu erarbeiten, das die verkehrliche Erschließung bei Veranstaltungen erörtert, Möglichkeiten der sicheren und leistungsfähigen Abwicklung des Kfz-Verkehrs, des öffentlichen Verkehrs, des Parkens, des Radverkehrs und insbesondere des Fußverkehrs erläutert und Planungskriterien so weit wie möglich präzisiert.

Das Wissensdokument soll eine Arbeitshilfe für die Planung von Veranstaltungsverkehren mit den Zielgruppen der Kommunen und Planungsbüros sein. Zudem können sie auch als Hilfe für Genehmigungsbehörden von Veranstaltungen dienen.

Im Rahmen des neuen FGSV-Gremiums sind zwei ein- oder zweitägige Treffen im Jahr vorgesehen. Die Arbeiten sollen nach ca. drei Jahren abgeschlossen werden.

 

 

 

AK 2.2.3 Kreisverkehre

Am 19. Februar 2016 kommt in Köln zum ersten Mal der neue Arbeitskreis 2.2.3 "Kreisverkehre" aus dem Arbeitsausschuss 2.2 "Landstraßen" zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises:

Regelungen zur entwurfstechnischen Gestaltung von Kreisverkehren sind in den "Richtlinien für die Anlage von Landstraßen" (RAL, Ausgabe 2012), den "Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen" (RASt 06, Ausgabe 2006), dem "Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren" (Ausgabe 2006) sowie dem Arbeitspapier Turbokreisverkehre (Ausgabe 2015) enthalten. Die Erfahrungen in der Praxis bei der Anwendung dieser Regelwerke zeigen, dass bei allen etablierten Typen von Kreisverkehren innerorts und außerorts Überarbeitungsbedarf besteht. Ein alter Arbeitskreis "Kreisverkehre" (2.23.1) hat zuletzt bis Ende 2006 existiert. 

In diesem Kontext wurde zudem ein Forschungsvorhaben zur Untersuchung der Auswirkungen der Erkennbarkeit und der Zufahrtgestaltung auf die Verkehrssicherheit von Kreisverkehren an Landstraßen in das gemeinsame FGSV/BMVI-Forschungsprogramm 2016 aufgenommen.

Potenzielle Nutzer der Ergebnisse sind Straßenbauverwaltungen der Länder und Kommunen, Planungs- und Ingenieurbüros sowie Straßenverkehrsbehörden.

 

 

 

AK 2.9.1 Monitoring landschaftspflegerischer Maßnahmen im Straßenbau

Am 12. und 13. Januar 2016 kam in Hannover zum ersten Mal der neue Arbeitskreis 2.9.1 "Monitoring landschaftspflegerischer Maßnahmen im Straßenbau" aus dem Arbeitsausschuss 2.9 "Landschaftsgestaltung" zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises:

Die Anforderungen an Inhalt und Qualität der Entwurfsunterlagen haben sich seit den grundlegenden Urteilen zum Artenschutz (EuGH C-98/03 vom 10.01.2006) und zum Gebietsschutz (BVerwG 9 A 20.05 vom 17.01.2007) deutlich erhöht. Wenn sich nicht ausschließen lässt, dass ein Straßenbauvorhaben eine geschützte Art oder ein Natura 2000-Gebiet beeinträchtigen könnte, darf das Vorhaben grundsätzlich nicht gebaut werden.

In diesen Fällen ist der Nachweis obligatorisch, dass die vorgesehenen Maßnahmen tatsächlich ihr Ziel erreichen. Hervorzuheben ist insbesondere die Pflicht des Vorhabenträgers, wissenschaftlich exakt den Nachweis zu führen, dass das Vorhaben definitiv keine erheblichen Beeinträchtigungen einer eventuell betroffenen europäisch geschützten Art bzw. des Schutzgebiets zur Folge haben kann. Zweifel gehen zu Lasten des Vorhabens (BVerwG 2007).

Dieser Nachweis ist nicht immer einfach zu führen, zum Beispiel wenn die Wirksamkeit der geplanten Vermeidungs- oder landschaftspflegerischen Maßnahme, z. B. einer Querungshilfe oder der Entwicklung eines neuen Lebensraums für das Rebhuhn, nicht eindeutig belegt ist. Aufgrund der relativ kurzzeitigen Erfahrung mit einigen dieser Maßnahmen treten Prognoseunsicherheiten häufig auf. In diesen Fällen ist eine Genehmigung des Vorhabens nur dann möglich, wenn der Vorhabenträger mithilfe eines Risikomanagements sicherstellt, dass eine erhebliche Beeinträchtigung ausgeschlossen ist. Es besteht in der Regel aus einer Überwachung (Monitoring) der Wirksamkeit der Vermeidungs- bzw. landschaftspflegerischen Maßnahme in Verbindung mit sogenannten Korrektur- und Vorsorgemaßnahmen, die vom Vorhabenträger im Fall eines negativen Überwachungsergebnisses durchzuführen sind.

Regelungen zum Monitoring sind regelmäßig Gegenstand von Planfeststellungs- oder Klageverfahren. Zu FFH-Verträglichkeits- oder Artenschutzprüfungen werden häufig Einwendungen erhoben, die die dort getätigten Prognosen zur Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen in Zweifel ziehen. Gern wird dann das Monitoring als Allheilmittel angesehen, diese Einwendungen auszuräumen, oft genug ohne dass die Beteiligten wüssten, was sie genau fordern oder versprechen.

Klare Vorstellungen über die Einsatzbereiche, Methoden und Leistungsbilder des Monitorings existieren derzeit noch nicht. Dieser Zustand ist bei jahrzehntelanger Laufzeit und einem sehr großen Finanzbedarf für das Monitoring zu einem Großvorhaben nicht haltbar.

Das zu erstellende Wissensdokument soll den aktuellen Wissensstand wiedergeben und für die noch ungeklärten Punkte Konventionen etablieren. Die Arbeit fußt auf teils abgeschlossenen, teils noch laufenden Forschungsarbeiten aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hessen.

 

 

AK 2.9.3 UVP in der Straßenplanung

Am 19. und 20. Januar 2016 kam in Berlin zum ersten Mal der neue Arbeitskreis 2.9.3 "UVP in der Straßenplanung" aus dem Arbeitsausschuss 2.9 "Landschaftsgestaltung" zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises:

Im April 2014 wurde die UVP-Richtlinie der EU geändert. Die Änderungen müssen innerhalb von drei Jahren durch eine Novellierung des UVPG in deutsches Recht überführt werden. Entsprechend müssen die bestehenden Regelwerke zur Umweltverträglichkeitsprüfung von Straßenbauvorhaben angepasst werden. Diese notwendigen Anpassungen sollten zum Anlass genommen werden, die bestehenden umfangreichen einschlägigen Regelwerke zu novellieren, zu verschlanken und in einer Unterlage zusammenzuführen. In diesem Zusammenhang können bestehende Unsicherheiten, z. B. mit der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls, ausgeräumt bzw. das Verhältnis zwischen SUP und UVP/UVS geschärft werden. Darüber hinaus sind die bisher in den Regelwerken nicht berücksichtigte Novellierungen zum Arten- und Gebietsschutz im Hinblick auf die Erstellung der Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung einzuarbeiten.

Die im April 2014 geänderte EU-Richtlinie beinhaltet einige Neuregelungen, die eine Anpassung der vorgenannten Regelwerke erfordern. Der Umweltbericht wird z. B. zukünftig Aussagen enthalten müssen zum Thema Abfallvermeidung, zu den Risiken schwerer Unfälle, zu den Auswirkungen des Vorhabens auf das Klima und der Anfälligkeit des Vorhabens in Bezug auf den Klimawandel. Ferner wird zu klären sein, wie die erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen eines Vorhabens überwacht werden und wie die Öffentlichkeit auf geeignetem Wege (auch mit elektronischen Hilfsmitteln) über den Umweltbericht informiert wird.

Die Anpassung der Regelwerke an die EU-Richtlinie ist auch deshalb erforderlich, damit bei Inkrafttreten der Regelungen im Jahre 2017 die Erstellung von Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung zur Vor- und Entwurfsplanung den Regularien entsprechend planungs- und rechtssicher durchgeführt werden kann. Ein ständiger Abgleich mit den Novellierungsentwürfen zum UVPG erfolgt begleitend.

Angesprochen durch das Regelwerk sollen vor allem die Straßenbauverwaltungen des Bundes und der Länder sowie Planungsbüros und Gerichte sein. Die Richtlinien sollen den aktuellen Wissensstand unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben wiedergeben und Vorgehensweisen etablieren, die die aufeinanderfolgenden Schritte einer UVP für Straßenbauprojekte und der Erarbeitung der entsprechenden Unterlagen in der Vorplanung und Entwurfsplanung vereinfachen und systematisieren. Erfahrungsgemäß nutzen auch andere Fachplanungen (z. B. schienengebundene Verkehrsplanung) die Regelwerke zur Erstellung der Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung.

 

 

Neue und zurückgezogene Veröffentlichungen

FGSV-Nr. 341/2

Leitfaden zur Probenahme von Markierungsmaterialien zur Durchführung der Mustergleichheitsprüfung gemäß ZTV M 13, Ausgabe 2015

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FGSV-Nr. 342

Merkblatt für Tafeln mit lichttechnischem Informationsteil (M TI), Ausgabe 2015

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FGSV-Nr. 643

Technische Lieferbedingungen für Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen (TL Pflaster-StB 06/15), Ausgabe 2006, Fassung 2015

ersetzt: Technische Lieferbedingungen für Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen (TL Pflaster-StB 06), Ausgabe 2006

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FGSV-Nr. 785

Technische Lieferbedingungen für Sonderbindemittel und Zubereitungen auf Bitumenbasis (TL Sbit-StB 15), Ausgabe 2015

ersetzt: Technischen Lieferbedingungen für Porenfüllmassen und Regeneriermittel auf Bitumenbasis (TL Sbit-StB 01), Ausgabe 2001

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FGSV-Nr. 893

Technische Prüfvorschriften für Verkehrsflächenbefestigungen - Betonbauweisen (TP B-StB) - Grundwerk, Ausgabe 2015

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Opens external link in new window Weitere Informationen zu unseren Veröffentlichungen sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie beim FGSV Verlag.

 

 

Veranstaltungen

Kalender
Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen"
1./2. März 2016
Weimar
Programm & Anmeldung

Erd- und Grundbautagung 2016
8./9. März 2016
Worms
Programm & Anmeldung

Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen"
14./15. März 2016
Wuppertal
Programm & Anmeldung

Kolloquium "Entwässerung"
26./27. April 2016
Köln
Programm & Anmeldung

International Symposium on Enhancing Highway Performance 2016 (ISEHP)
14.-16. Juni 2016
Berlin
Opens external link in new windowInformation

Deutscher Straßen- und Verkehrskongress 2016
28.-30. September 2016
Bremen

Einen Überblick über alle FGSV-Veranstaltungen finden Sie in unserer Rubrik Veranstaltungen.

 

 

Internationales

Neue Veröffentlichungen des Welt-Straßenverbandes

Opens external link in new windowEstimation of load carrying capacity of bridges based on damage and deficiency

 


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