Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Zumkeller
| Gesamt: | 36 |
| Wirtschaft: | 0 |
| Wissenschaft: | 16 |
| Verwaltung: | 4 |
| Ingenieurbüros: | 12 |
| Sonstige: | 4 |
Der Arbeitsausschuss befasst sich verkehrsträgerübergreifend mit den methodischen Grundlagen und Verfahren von Verkehrserhebungen (Zählungen, Befragungen, Beobachtungen und Messungen), der Analyse des Verkehrsverhaltens, der Entwicklung von Verkehrsnachfragemodellen und der Verkehrsprognose.
Ein besonderes Anliegen des Arbeitsausschusses ist seit Jahren, auf eine Verbesserung der Verkehrsstatistik in der Bundesrepublik hinzuwirken. Diese Bemühungen sind nicht ohne Erfolg geblieben. Den in den letzten Jahren durchgeführten Erhebungen "Mobilität in Deutschland (MiD) 2002", "Kraftfahrzeugverkehr in Deutschland (KiD) 2002", Fahrleistungserhebung 2001/2002, Dateline im Personenfernverkehr, SrV sowie dem laufenden Deutschen Mobilitätspanel galt die besondere Aufmerksamkeit des Ausschusses. Dazu kamen Erhebungen in einzelnen Projekten des Forschungsprogramms "Mobilität in Ballungsräumen" des BMBF, wie z. B. die Ergänzung des Deutschen Mobilitätspanels im Personenfernverkehr (INVERMO). Im Rahmen der Sitzungen des Arbeitsausschusses wurden die einzelnen Erhebungen und ihre Ergebnisse diskutiert. Durch dieses System von Erhebungen im Verbund mit den bundesweiten Straßenverkehrzählungen steht für die zukünftige Bundesverkehrswegeplanung sowie für regionale und städtische Verkehrsplanungen ein wesentlich verbessertes Datenmaterial zur Verfügung, in das auch der Nutzen neuer technischer Möglichkeiten, wie der Geokodierung von raumbezogenen Daten, integriert wird.
Damit ist eine gute Datengrundlage zur Weiterentwicklung von Verkehrsnachfragemodellen und Verkehrsprognosen gegeben. Dies ist auch dringend erforderlich, da die Herausforderungen des demografischen Wandels eine neue Generation von integriert und langfristig angelegten Entwicklungsstrategien notwendig machen wird.
1.2.4 Panelerhebungen und -methoden
1.2.6 Konzeption und Einsatz von Verkehrsnachfragemodellen des Personenverkehrs
Eine bedeutende Aufgabe innerhalb der Arbeit des Arbeitsausschusses bleibt die wissenschaftliche Begleitung der Erhebungen von Verkehrsdaten in Deutschland. Dabei gehört die Aufmerksamkeit sowohl den laufenden Erhebungen wie (z. B. Deutsches Mobilitätspanel, Zählungen) als auch immer wieder neu aufzulegenden Erhebungen (z. B. Mobilität in Deutschland).
Bei der wissenschaftlichen Begleitung von Erhebungen ist zum einen die Weiterentwicklung der Erhebungsmethoden wichtig: Die Methoden der Datenerhebung, insbesondere zum Beispiel auch beim Einsatz neuer Techniken, sind zu evaluieren. Die Erkenntnisse der Evaluation von Erhebungsmethoden müssen der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sind in geeignete Empfehlungen umzusetzen, die sich für den praktischen Einsatz eignen. Der Ausschuss sieht eine seiner wichtigsten Aufgaben darin, Standards zu formulieren, die zur Sicherung der Datenqualität auf allen Ebenen beitragen und praxistauglich sind.
Neben Erhebungsmethoden stehen aber auch Analysen auf Basis dieser Erhebungen im Mittelpunkt der Arbeit des Ausschusses: Aktuelle Erkenntnisse zur Entwicklung des Verkehrsgeschehens sind zentrale Grundlage der Arbeit des Ausschusses. Der Ausschuss widmet sich der Interpretation von Erhebungsergebnissen und ordnet sie in den Zusammenhang anderer gesellschaftlicher, demographischer und wirtschaftlicher Entwicklungen ein. Auf Basis dieser Arbeit können Vorhersagen des Verkehrsgeschehens getroffen werden, in die Ursache-Wirkungszusammenhänge einfließen. Dabei müssen unterschiedliche Entwicklungen im Personenalltagsverkehr, Personenfernverkehr und Güterverkehr beachtet werden.
Derzeit zeigt sich die zunehmende Bedeutung des demografischen Wandels und seiner Konsequenzen für den Verkehr. Es zeichnet sich ab, dass die Wirkungen des demografischen Wandels für unterschiedliche Räume aber auch für die verschiedenen Verkehrsträger unterschiedlich ausfallen. Im Mittelpunkt der Arbeit des Ausschusses in den nächsten Jahren steht deshalb, die zahlreichen Wirkungen aus den absehbaren, resultierenden Trendveränderungen einzuschätzen und Konsequenzen für die Planung zu erarbeiten. Eine besondere Aufgabe ist es, die Ergebnisse dieser Arbeit an diejenigen zu kommunizieren, die in der Praxis mit der Planung befasst sind.