Aktuelles:
HEUREKA'17 - Call for Papers

Frist für den CfP ist der 08. Juli 2016

Gastvortrag von Dr. Rahmi Akcelik am 22. Juni 2016 an der RWTH Aachen

Externe Veranstaltung - Klicken für mehr Informationen

Merkblatt über Raumgitterkonstruktionen, Ausgabe 2016

Diese und weitere Neuerscheinungen beim FGSV Verlag

2.5 Anlagen des Fußgänger- und Radverkehrs

Leitung

Dipl.-Ing. Jörg Ortlepp

Auftrag / Aufgaben

Der AA behandelt alle Fragen im Zusammenhang mit der Gestaltung und dem Betrieb von Anlagen des Fußgänger- und Fahrradverkehrs.

Der AA koordiniert die Arbeit seiner Arbeitskreise, stimmt deren Arbeitsaufträge ab und erörtert die aus den Arbeitskreisen hervorgehenden Regelwerksentwürfe und sonstigen Arbeitsergebnisse.

Dem AA sind die Arbeitskreise 2.5.1 (Radverkehr) und 2.5.2 (Fußgängerverkehr) und 2.5.3 (Barrierefreie Verkehrsanlagen) angegliedert. Diese bearbeiten die Themenfelder des Rad- und des Fußgängerverkehrs sowie die Ansforderungen an barrierefreie Verkehrsanlagen in ihrer inhaltlichen Breite und betreuen den Bearbeitungsprozess neuer oder zu überarbeitender Regelwerke, der zum Teil in speziellen Bearbeitungsgruppen erfolgt. Sie filtern damit Arbeitsergebnisse vor und entlasten den AA in der inhaltlichen Betreuung von Papieren, die dieser aus organisatorischen Gründen (Terminzahl) nicht allein bewältigen könnte.

Großen Wert legt der AA auf die Zusammenarbeit mit anderen Gremien. 

Ziele der Arbeit sind:

  • Berücksichtigung der Belange des Fußgänger- und Radverkehrs in der Stadt- und Verkehrsplanung 
  • Integration des Standes von Wissenschaft und Technik in Technische Regelwerke für nichtmotorisierten Verkehr
  • Zuarbeit und Bewertung von Regelwerken anderer Arbeitsgremien hinsichtlich der Belange von Fußgängern und Radfahrern
  • Initiierung und beratende Mitwirkung bei Änderungen der StVO/VwV-StVO zu Themen des Fußgänger- und Radverkehrs
  • Erörterung offener Fragen und Entwicklung entsprechender neuer Forschungsthemen
  • Betreuung von Forschungsvorhaben
  • Aktuelle Informationen und Erfahrungsaustausch

Bestand an Regelwerken

  • Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr – (1998) – 245
  • Hinweise zum Radverkehr außerhalb städtischer Gebiete (H RaS) – 2002 – 251
  • Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen (EFA) – (2002) – 288
  • Hinweise zur Signalisierung des Radverkehrs (HSRa 05) – 256
  • Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Fußgängerverkehr (M WBF) – (2007) – 259
  • Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) – (2010) – 284
  • Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen (H BVA) – (2011) – 212
  • Arbeitspapier Einsatz und Gestaltung von Radschnellverbindungen (2014) – 284/1

Laufende Forschung

Vom Arbeitsausschuss betreute FE-Projekte

  • 2.337 Führung des Radverkehrs an Landstraßen
  • FE 77.0487 Praxisfragen und Probleme im Zusammenhang mit der Regelung der Benutzungspflicht von Radverkehrsanlagen
  • FE 77.0497 Sicherheitsverbesserungen bezüglich der Nutzung von Radwegen in Gegenrichtung
  • FE 77.0496 Führung des Radverkehrs im Mischverkehr auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen
  • FE 82.0533 Potentielle Einflüsse von Pedelecs und anderen motorunterstützten Fahrrädern auf die Verkehrssicherheit unter besonderer Berücksichtigung älterer Radfahrer

Weitere für den Arbeitsausschuss relevante FE-Projekte

  • 82.540 Repräsentative Analyse von Fahrradunfällen
  • 82.566 Wahrnehmungspsychologische Analyse der Radfahraufgabe

Aktivitäten

Laufende Bearbeitung / Überarbeitung von Regelwerken / Wissensdokumenten

  • Merkblatt zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr
  • Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA – Pflege und Weiterentwicklung)
  • Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen (EFA – Pflege und Weiterentwicklung)
  • Empfehlungen für barrierefreie Verkehrsanlagen

In den nächsten 5 Jahren geplante Bearbeitung/Überarbeitung von Regelwerken/Wissensdokumenten

Forschungsbedarf

Führung des Radverkehrs im Mischverkehr auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen: Eine nutzungsgerechte Führung des Radverkehrs auf straßenbegleitenden Radverkehrsanlagen oder Schutzstreifen auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen kann aufgrund von Platzmangel und vielfältigen Nutzungsansprüchen häufig nicht umgesetzt werden. Daher wird der Radverkehr auch künftig in vielen Fällen im reinen Mischverkehr mit dem fließenden oder ruhenden Kraftfahrzeugverkehr, dem Lieferverkehr sowie dem (schienengebundenen) öffentlichen Personennahverkehr auf der Fahrbahn geführt werden müssen. Auch die vielfach vorgenommene Aufhebung der Benutzungspflicht von Radwegen führt dazu, dass Radfahrer verstärkt die Fahrbahn benutzen können. Erkenntnisse, ob es für die Führung der Radfahrer im Mischverkehr bei unterschiedlichen verkehrlichen und straßenumfeldbezogenen Randbedingungen unter Sicherheitsaspekten günstige Querschnittsaufteilungen der Fahrbahn gibt, sind bislang nur in Ansätzen vorhanden.

 

Toter Winkel – Konflikt zwischen rechtsabbiegenden Kfz und geradeausfahrendem Radverkehr: Im Unfallgeschehen des Radverkehrs besitzt neben dem Problem des Linksfahrens auf Radwegen der Konflikt zwischen rechtsabbiegenden Kfz und in gleicher Richtung geradeausfahrenden Radfahrern eine besondere Bedeutung. Das Problem tritt auch in starkem Maße bei der Benutzung straßenbegleitender baulicher Radwege auf und ist damit für die oft unbefriedigende Sicherheitsbilanz dieser Anlagen verantwortlich. Als besonders gravierend wegen der hohen Verletzungsschwere (viele Unfälle mit Todesfolge) haben sich dabei Unfälle mit Beteiligung rechts abbiegender Lkw erwiesen.

 

Führung des Rad- und Fußgängerverkehrs an Baustellen: Straßenbaustellen sowie  private Gebäudebaustellen, die den öffentlichen Straßenraum beanspruchen, bilden innerorts häufig eine Beeinträchtigung des Verkehrsflusses. Für den Kfz-Verkehr stehen hierfür bewährte Standardlösungen zur Verfügung. Für den Rad- und Fußgängerverkehr kommen jedoch häufig schlecht nutzbare und unsichere Behelfslösungen zur Anwendung. Hinweise wie „Fußgänger andere Straßenseite benutzen“ oder "Radfahrer absteigen" sind meist nicht zweckmäßig und führen in der Regel nicht zum intendierten Verhalten. Gefährliche Situationen entstehen auch, wenn Fußgänger und Radfahrer zwischen geparkten Autos hindurch auf die Fahrbahn ausweichen, die Fahrbahn ohne Querungshilfe überqueren oder wenn der Radverkehr auf hochbetasteten Straßen mit starkem Lkw- und Busverkehr und verengten Fahrstreifen verkehrt. Spezielle Erkenntnisse oder Untersuchungen zum Thema sind bislang nicht bekannt.

 

 

Weitere Aktivitäten