6.1.2 Füller- und Sandeigenschaften

Datum der Konstituierung

17.7.1990

Leitung

Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Sonja Haas

Problem / Ziel

Der Arbeitskreis Sandeigenschaften beschäftigte sich bisher nur mit feinen Gesteinskörnungen (Sand) einschließlich deren Feinanteil (Eigenfüller) für gebundene und ungebundene Schichten im Straßenoberbau.

Die gesteinsspezifischen Eigenschaften des Füllers für Asphalt wurden im Arbeits­kreis 7.6.2 Mörtelkomponenten behandelt. Aufgrund der dort vorgenommenen Fokussierung der Arbeit auf die Einflüsse des Asphaltmörtels im Asphalt sollen zukünftig, nach Absprache zwischen der AG 7 und der AG 6, die gesteinsspezifischen Fragestellungen zum Füller für Asphalt in der AG 6, im bisherigen AK 6.1.2 "Sandeigenschaften" behandelt werden. Dazu wurde das Aufgabengebiet des AK 6.1.2 erweitert und der Name des AK geändert.

Der Arbeitskreis Füller- und Sandeigenschaften beschäftigt sich nun mit Füller und feinen Gesteinskörnungen (Sand) einschließlich deren Feinanteil (Eigenfüller) für gebundene und ungebundene Schichten im Straßenoberbau.

Die Hauptaufgabe besteht in der fachlichen Unterstützung des übergeordneten Arbeitsausschusses bezüglich der Weiterführung der TL Gestein-StB und TP Gestein-StB. Zudem sollen Europäische Prüfnormen und spezifische nationale Prüfverfahren auf ihre spezifische Anwendbarkeit überprüft und weiterentwickelt werden. Dabei werden Ergebnisse aus Forschung und den Gegebenheiten der Praxis berücksichtigt. Aktuell betrifft dies:

  • Beschreibung der Einflussgrößen von feinen Gesteinskörnungen und des Asphaltmörtels auf die Gebrauchseigenschaften von Asphalt
  • Auswertung eines Ringversuchs zur Bestimmung der Wasserempfindlichkeit von feinen Gesteinskörnungen mit dem Schüttel-Abriebverfahren
  • Begleitung eines Ringversuchs zur Bestimmung der Verfahrenspräzision des Modifizierten Micro-Deval-Verfahrens nach TP Gestein-StB, Teil 5.5.3
  • Bewertung von Prüfverfahren zur Feststellung der Qualität von feinen Gesteinskörnungen


Angestrebtes Ergebnis

Erarbeitung eines Bewertungshintergrundes und Vereinheitlichung der Vorgehensweise zur Beschreibung von Füller und feinen Gesteinskörnungen  in ungebundenen Schichten, Asphalt, Beton bzw. Pflasterdecken und Plattenbelägen im Rahmen der Europäischen Normung und des nationalen Regelwerkes. Hierzu werden Erfahrungen aus der Werkseigenen Produktionskontrolle und freiwilligen Güteüberwachung berücksichtigt.

Dies betrifft die Prüfmerkmale:

  • Sandäquivalent nach EN 933-8
  • Methylen-Blau-Wert nach EN 933-9
  • Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3
  • Fließkoeffizient nach EN 933-6
  • Kornformbestimmung nach TP Gestein-StB, Teil 4.3.3
  • Modifiziertes Micro-Deval-Verfahren nach TP Gestein-StB, Teil 5.5.3
  • Kalkstein-/Dolomit-Fülleranteil um Asphalt nach TP Gestein-StB, Teil 3.8.3
  • Calciumhydroxidgehalt in Mischfüller nach TP Gestein-StB, Teil 3.9
Update: 18/08/2015