K 5 Güterverkehr

Leitung

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Stölzle

Auftrag / Aufgaben

Im Güterverkehr werden für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans bis zum Jahr 2025 wesentlich höhere Zuwächse bei Aufkommen und Verkehrsleistung erwartet als im Personenverkehr. Dadurch und durch die Strukturveränderungen des landgestützten Güterverkehrs entstehen Chancen und Risiken für wirtschafts- und umweltpolitische Zielsetzungen des Bundes und der Länder.

In der Arbeitsgruppe 1 ist der AA 1.8 mit dem Güter- und Wirtschaftsverkehr befasst. Darüber hinaus gibt es Bezüge zur Arbeit der AA 1.1 "Grundsatzfragen der Verkehrsplanung", 1.2 "Erhebung und Prognose des Verkehrs", 1.3 "Netzgestaltung" und 1.4 "Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen". Insbesondere die AG 2 und 3 werden sich künftig vermehrt mit Handlungsansätzen zur Bewältigung der erwarteten Verkehrszunahmen im Lkw-Verkehr auf Fernstraßen befassen müssen. Die starke Querschnittsorientierung des Güterverkehrs und die damit einhergehenden Koordinierungserfordernisse innerhalb der FGSV machen es in Verbindung mit seiner zunehmenden Bedeutung erforderlich, die Arbeiten künftig übergreifend zu bündeln. In der Außenwirkung der FGSV ist eine stärkere Akzentuierung des Güterverkehrs ebenfalls notwendig. Dazu wurde eine Kommission "Güterverkehr" gegründet.

 

Die Aufgabe der Kommission ist es, leitende Fachleute aus Wirtschaft, Verkehrsplanung und Verkehrspolitik (aus den Bereichen Kombinierter Ladungsverkehr, Güterverkehrszentren, Verladung, Handel, Logistik, See- und Binnenhäfen, Eisenbahnen, Binnenschifffahrt) zusammenzuführen, die Strategien für die Bewältigung der erwarteten Nachfrageentwicklung im Güterverkehr zu diskutieren und den daraus abgeleiteten Bedarf an Forschung und Fortschreibung des Regelwerks für die Arbeitsgruppen der FGSV zu formulieren. Schwerpunkt der Betrachtung ist der Straßengüterverkehr.

 

Die Kommission soll das Thema "Güterverkehr und Logistik" in der FGSV befördern und koordinieren. Dazu sollen vorhandene Aktivitäten identifiziert, systematisiert und unter Berücksichtigung des Aussagenbedarfs beurteilt werden. Dabei sind fachwissenschaftliche Aspekte gleichermaßen zu beachten wie erforderliche Richtlinien, Empfehlungen und Darstellungen/Erläuterungen für die Planungspraxis.

 

Mit der befristeten Einrichtung der Kommission soll Defiziten begegnet werden, die in der mangelnden fachwissenschaftlichen, fachplanerischen und fachpolitischen Präsenz der FGSV bei der Behandlung von Problemen und Aufgaben des Güterverkehrs festzustellen sind.

 


Die Kommission soll insbesondere auch dazu beitragen, relevante Fragen des Güterverkehrs für Fachwissenschaft und Planungspraxis zu identifizieren, um eine entsprechende Bearbeitung in den jeweils betroffenen Arbeitsgruppen, Arbeitsausschüssen und Arbeitskreisen anzustoßen und zu koordinieren. Dazu können inhaltliche Anforderungen an Wissensdokumente und Richtlinien und Empfehlungen formuliert werden.

 


Im Sinne des Masterplans Güterverkehr und Logistik des BMVBS (jetzt: Aktionsplan) soll die Kommission dazu beitragen, die eher sektorale Behandlung des Güterverkehrs in Logistik und Wissenschaft zu überwinden. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass eine kontinuierliche Mitarbeit von Vertretern der Güterverkehrswirtschaft in Gremien der FGSV bisher nicht dauerhaft gewährleistet werden konnte. Die Kommission kann eine Verstetigung des Masterplan-Prozesses in Gang bringen, dessen vorgeschlagene Handlungskonzepte evaluiert und weiter entwickelt werden müssen. Die inhaltliche Zuarbeit soll durch den AA 1.8 erfolgen. Der Leiter der Kommission wurde im Frühjahr 2010 berufen, die erste Sitzung fand am 3. September 2010 statt, die zweite am 21. März 2011 und die dritte am 23. September 2011 in Berlin beim BMVBS.

Update: 18/08/2015