QK 3.1 BIM und Life Cycle-Management

Datum der Konstituierung

3.7.2017

Leiter

Dipl.-Math. Gerd Kellermann

Problem / Ziel

Im Stufenplan zur Einführung von BIM hat das BMVI im Dezember 2015 die Zielsetzung festgelegt, dass ab 2020 alle Neubauvorhaben in der Zuständigkeit des BMVI mit der Methode BIM zu realisieren sind („Building Information Modeling bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.“, Quelle: BMVI, Stufenplan Digitales Planen und Bauen, Dez. 2015, S. 4).

Die FGSV will sich dem Thema BIM nicht verschließen, vielmehr in einem Gremium arbeiten, bestehend aus Experten verschiedener Fachrichtungen, die ihr know how in eine detaillierte Ausschreibung einbringen und ein Forschungsprojekt anschließend betreuen.

BIM erfordert einen kontinuierlichen standardisierten Datenaustausch zwischen Planung, Bau und Betrieb. Die für diese Leistungsphasen und Bereiche vorgegebenen Regelwerke für Entwurf, Bau, Bestandsdokumentation sowie Betrieb und Erhaltung müssen entsprechend aufeinander abgestimmt werden, um ein Life Cycle-Management zu berücksichtigen und besser gewährleisten zu können.

Erste Arbeiten sind die Standardisierung und die Erarbeitung einheitlicher Schnittstellen als Grundlage für Regelwerke und Weiteres. Fragestellungen sind, wie und wofür BIM anwendungsorientiert angewendet wird und welche Bereiche betroffen sind. Erst im zweiten Schritt sollen die arbeitsgruppenspezifischen Aufgaben in den entsprechenden Gremien bearbeitet werden.

Es sollen im Rahmen des Forschungsprojektes Anforderungen definiert werden, die Regelwerke erfüllen müssen, um die für BIM notwendige Datenweitergabe in allen Prozessketten des Straßen- und Verkehrswesens sicher zu stellen. Ein besonderer Schwerpunkt ist auf die Schnittstellen zu legen. Dabei soll auch eine Beobachtung und Auswertung der aktuellen nationalen und internationalen BIM-Forschungs- Standardisierungs- und Pilotierungsaktivitäten, insbesondere im Hinblick auf Ontologien für das Straßen- und Verkehrswesen sowie eine Untersuchung von Defiziten existenter Regelwerke in Bezug auf digital verwertbare Definitionen von Sachverhalten erfolgen.

Potenzielle Nutzer der Veröffentlichung sollen Expertinnen und Experten, die Regelwerke für das Straßen- und Verkehrswesen erstellen, sein.

Angestrebtes Ergebnis

R 2-Regelwerk

Update: 11/07/2017