3.1.9 Automatisiertes Fahren - Begleitung der Vorbereitungs- und Einführungsphasen

Datum der Konstituierung

16.6.2015

Leitung

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Hoyer

Problem / Ziel

Die schrittweise Einführung des automatisierten Fahrens steht auf der Agenda der Automobilindustrie, und damit auch der zuständigen Verwaltungen, weit oben. Hierzu hat das BMVI im Jahr 2014 einen Runden Tisch einberufen, dessen Beteiligte (Ministerien, Behörden, Forschungseinrichtungen, Fahrzeugindustrie, Verkehrssicherheitsakteure, Überwachungsorganisationen) fachübergreifend eine deutsche Position zu einer Vielzahl rechtlicher, technischer und wissenschaftlicher Fragen erarbeitet. Dieser Runde Tisch wird seine Ergebnisse Mitte 2015 in Form eines Positionspapiers zusammenstellen, womit die Einführungsphase mit Felderprobungen auf ausgewiesenen Teststrecken und Erarbeitung von Lösungen zu den angesprochenen Fragestellungen beginnt. Außerhalb der FGSV formierten sich weitere Arbeitskreise der Automobil- und Zulieferindustrie sowie wurden diverse Forschungsprojekte mit dem Fokus des hoch automatisierten Fahrens (HAF) gestartet. Im gesamten Themenfeld besteht derzeit ein noch hohes Maß an Unsicherheiten insbesondere bei der Einbindung von automatisierten Fahrzeugen in bestehende Straßen- und Verkehrsbeeinflussungssysteme, hinsichtlich der Anforderungen an die Systemeinführung und der zu erwartenden Auswirkungen auf den Verkehrsablauf und die Verkehrssicherheit. Schließlich sind internationale Standardisierungen voranzutreiben und insbesondere auch regulatorische Fragen der Infrastrukturbenutzung zu klären. All dies begründet die Notwendigkeit für die Gründung eines ausschussübergreifenden Arbeitskreises in der Arbeitsgruppe 3 der FGSV, welcher die Vorbereitungs- und Einführungsphasen des automatisierten Fahrens beobachtet, aus Sicht der FGSV kommentiert und Handlungserfordernisse (der FGSV) identifiziert.

Eine erste Bestandsaufnahme und Position der Verwaltungen und der Mitgliedsunternehmen des VDA wird nach Beendigung der Aktivitäten des Runden Tisches Mitte 2015 vorliegen. Eine beobachtende und kommentierende Begleitung der weiteren Aktivitäten auf diesem Themenfeld soll in einer Veröffentlichung (Wissensdokument W, ggf. Regelwerk R 2) dokumentiert werden. Hierbei soll die Sicht aus der Perspektive des Verantwortungs- und Tätigkeitsbereiches der FGSV erörtert werden. Dem geht in ereignisorientierter Folge zunächst die Erstellung interner und dann ggf. öffentlicher Sachstandsberichte voraus, aus denen konkrete Handlungserfordernisse für die Gremien der FGSV anzustoßen und eventuelle Forschungsbedarfe zur Schließung von Erkenntnislücken anzuregen sind.

Grobe Gliederung des Regelwerks:

  • Einführung in das automatisierte Fahren
  • Sachstandsberichte
  • Relevanzbewertung für die FGSV
  • Schlussfolgerungen

Potenzielle Nutzer des Regelwerks sind Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Industrie- und Zulieferunternehmen.

 

Angestrebtes Ergebnis

Hinweise (W 1) oder Merkblatt (R 2) – 2018

Update: 28/07/2016