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Kurzfassungen können bis zum 16. September 2012 eingereicht werden.
Diese und weitere Neuerscheinungen beim FGSV Verlag
K 3 Bemessung von Strassenverkehrsanlagen
Leiter
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Werner Brilon
Mitarbeiterstruktur
| Gesamt: | 18 |
| Wirtschaft: | 0 |
| Wissenschaft: | 11 |
| Verwaltung: | 1 |
| Ingenieurbüros: | 4 |
| Sonstige: | 2 |
Auftrag / Aufgaben
Prognosen zeigen, dass die zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtungen auch künftig die Verkehrsleistungen steigen lassen. Diese Steigerung führt immer häufiger zu Überlastungen der Verkehrsanlagen. Für die Verkehrsplanung wird es deshalb immer wichtiger, Engpässe durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden oder zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis, bei welchem Verkehrsaufkommen die Kapazität einer Anlage erreicht ist. Wichtig sind aber auch Informationen, für welche Zeitdauer die Nachfrage die Kapazität übersteigt.
Verfahren zur verkehrstechnischen Bemessung von Straßenverkehrsanlagen waren früher in verschiedenen technischen Regelwerken enthalten. Sie waren nicht aufeinander abgestimmt und unterschiedlich aktuell. Meist fehlte auch eine Darstellung, welche Qualitäten des Verkehrsablaufs bei Belastungen unterhalb der Kapazität erreichbar sind.
Die Kommission K 3 wurde beauftragt, die unterschiedlichen Bemessungsverfahren auf aktuellem Kenntnisstand zu vereinheitlichen und in einem Regelwerk zusammenzuführen. Dazu hat die K 3 das "Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS)" erarbeitet, das im Jahre 2001 veröffentlicht und durch das BMVBS eingeführt wurde. Hierin sind für die meisten Straßenverkehrsanlagen in einheitlicher Form die Zusammenhänge zwischen der Verkehrsbelastung und der dabei erreichbaren Qualität des Verkehrsablauf dargestellt. Dazu werden für alle Straßenverkehrsanlagen unterhalb der Kapazität vergleichbare Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs definiert. Als Indikator für diese Stufen dienen Kriterien, mit denen der Verkehrsablauf gemessen oder beschrieben werden kann. Die Qualität des Verkehrsablaufs wird dabei ausschließlich nutzerorientiert und aus verkehrstechnischer Sicht beurteilt. Die Art der in Form von Schulnoten gestuften Qualitätsbeschreibung kann der Politik und der Öffentlichkeit verständlich vermittelt werden. Insbesondere sollen damit die Auswirkungen verkehrsplanerischer Maßnahmen auf Reisegeschwindigkeit, Überlastungen und Wartezeiten aufgezeigt werden.
Verkehrsteilnehmer empfinden, dass die Qualität des Verkehrsablaufs während einer Fahrt oder eines Fußweges unterschiedlich ist. Das vorliegende HBS ermöglicht die Beurteilung der Verkehrsqualität bisher allerdings nur für einzelne Abschnitte einer Strecke und für einzelne Knotenpunkte, nicht jedoch für eine Folge von Streckenabschnitten oder für einen ganzen Straßenzug einschließlich der dabei überquerten Knotenpunkte.
Die Kommission K 3 verfolgt deshalb das Ziel, in einer Neuauflage des HBS die vorliegenden Verfahren dahingehend zu ergänzen, dass künftig auch Aussagen über die Qualität des Verkehrsablaufs ganzer Verbindungen möglich sind. Gleichzeitig sollen die vorliegende Verfahren entsprechend den umfangreichen Ergebnissen, die in einer großen Zahl von seitens der K 3 veranlassten Forschungsprojekten gewonnen wurden, aktualisiert werden. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die neuen Anspruchsniveaus, die in den Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) und in der neuen Generation von Entwurfsrichtlinien, den Richtlinien für die Anlage von Autobahnen (RAA), den Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) und den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt), dargestellt sind.
Die Kommission K 3 koordiniert die vielfältigen Aktivitäten der FGSV zur Fortschreibung des HBS. Sie wird dabei vom Arbeitskreis 3.10.1 "Berechnungsverfahren" unterstützt. Aufgabe dieses Arbeitskreises ist zum einen die Behandlung von aus der Praxis vorgetragenen Kritiken und Anregungen zum veröffentlichten HBS. Darüber hinaus diskutiert der Arbeitskreis den für eine wissenschaftlich fundierte Fortschreibung erforderlichen aktuellen Forschungsbedarf und konzipiert hierzu neue Forschungsprojekte. Er übernimmt in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen auch die fachliche Betreuung und Auswertung dieser Projekte. Ein besonderes Anliegen des Arbeitskreises liegt darin, zusammen mit dem Forschungsergebnis einen konkreten Formulierungsvorschlag für notwendige Ergänzungen des HBS zu erarbeiten. Zu diesem Zweck ist der Arbeitskreis mit Vertretern sämtlicher von der Fortschreibung des HBS betroffenen Ausschüsse besetzt. Die Vorschläge des Arbeitskreises werden von der Kommission K 3 aufgegriffen und nach Diskussion in neuen Textteile für die Fortschreibung umgesetzt.
Da die Aktivitäten zur Erarbeitung eines neuen Handbuches für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen in der FGSV mehrere Ausschüsse der verkehrstechnischen Arbeitsgruppen 1 bis 3 betreffen (AA 1.3, 1.4, 2.1, 2.2, 2.3, 2.4, 2.5, 2.6, 3.1, 3.2, 3.3, 3.10), sind diese Gremien in der Regel durch ihre Leiter in der Kommission K 3 vertreten.
Eine korrigierte Fassung des HBS 2001 ist im Jahr 2010 erschienen. Ende 2011 soll ein innerhalb der FGSV abgestimmter Entwurf des HBS 201x vorliegen, dr im Frühjahr 2012 in die Länderumfrage geht.