https://www.hightechmatbau.de/startseite/

Projekt WiTraBau - Wissenstransfer im Bauwesen

Ziel von WiTraBau ist die Evaluierung von Forschungsergebnissen aus den Bereichen "Nanotechnologie" (NanoTecture) und "Neue Werkstoffe für urbane Infrastrukturen" (HighTechMatBau) sowie deren Transfer in die Praxis.

Durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsvorhaben werden Baustoffinnovationen "transdisziplinär bewertet" und durch zielgruppengerechte Veröffentlichungen und Veranstaltungen in die Öffentlichkeit getragen.

Die Überführung von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung ist ein Prozess, den forschende Stellen im Rahmen eines einzelnen Verbundforschungs-vorhabens in vielen Fällen nicht ohne wissenschaftliche Unterstützung leisten kön-nen. Darunter sind eine praxis- und adressatengerechte Aufbereitung und Verbrei-tung der Forschungsergebnisse für die unterschiedlichen Zielgruppen im Bauwesen zu verstehen. Das Verbundkonsortium, bestehend aus DAfStb, DBV, FGSV, FTB, IBP, IRB, und somit mit einer weit gespannten Kompetenz aus verschiedenen Fachgebieten des Bauwesens, begleitet und unterstützt die Forschungsnehmer wäh-rend der gesamten Projektlaufzeit, indem gemeinsam eine geeignete Verwertungs-strategie vorbereitet und die bestmögliche Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis geplant wird.
Dabei werden die generierten Ergebnisse zunächst erfasst und entsprechend ihrer Erkenntnisstufe für eine der definierten Verwertungsoptionen vorgeschlagen (s. nachfolgende Tabellen).

Erkenntnisstufe Art der Erkenntnis
1 Grundlagenuntersuchung als Basis für weitere anwendungsbezogene Forschung
2 Breit angelegte anwendungsbezogene Forschung, die Eingang z. B. in Merkblätter, Richtlinien und Normen finden kann
3 Beispielhafte anwendungsbezogene Forschung, die die Grundlage für eine bauordnungsrechtliche Umsetzung bildet
4 Anwendungsbezogene Forschung als Basis für die weitere Produktentwicklung

Verwertungsoption Art der Verwertung
0 Eingang in nachfolgende Forschungsprojekte
1 Fachspezifische Veröffentlichungen, Vorträge und Fachzeitschriften, etc., Aufnahme in Forschungsdatenbanken
2 Vorlesungen an Hochschulen, Fachhochschulen, u. ä.
3 Leitfäden und Lehrmaterialien für Industrie und Gewerbe (z. B. für die Aus- und Weiterbildung des Werkspersonals)
4 Sachstandberichte und Wissensdokumente als Vorstufe zur Regelwerksetzung
5 Merkblättern mit Branchenbezug (z. B. Zementindustrie, Bauwirtschaft, Transportbetonindustrie)
6 Regelwerke mit „Normencharakter“
7 Anwendungsbezogene Entwicklung
8 Verwertungsvorschläge der Zuwendungsempfänger

In Abhängigkeit von den gewählten Verwertungsoptionen sind u.a. folgende Wege des Technologietransfers vorgesehen:

  • Forschungsergebnisse werden im Rahmen des Netzwerks in Gremien diskutiert und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit in die praktische Anwendung beraten.
  • Im Rahmen von Veranstaltungen werden die Forschungsergebnisse präsen-tiert und ggf. mit einem Fachpublikum diskutiert. Hierzu sind u.a. Themen-kolloquien und eine öffentliche Konferenz in 2018 geplant.
  • Es werden Informations- und Lernmaterialien zu den Themenbereichen erarbeitet und verbreitet, die auch von klein- und mittelständigen Unternehmen (KMU) verwendet werden können.

Im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „HighTechMatBau“ begleitet und unterstützt die FGSV insgesamt vier Verbundprojekte:

  • Hybrides Ertüchtigungssystem für die Straßenerhaltung unter Einsatz neuartiger Werkstoffe“ (Opens internal link in current windowHESTER)
  • „Grundlegende Erforschung polymerer Werkstoffe sowie innovativer Herstellungs- und Einbautechnologien für Straßendeckschichtsysteme“ (Opens internal link in current windowINNO-PAVE)
  • „Nachhaltiger HighTech-Asphalt: Schadstoff- und lärmmindernd mit neuer Materialverarbeitung und -überwachung“ (Opens internal link in current windowNaHiTAs)
  • „Untersuchung multifunktionaler Straßenbaumaterialien und Verbundwerkstoffe“ (Opens internal link in current windowSEDA)
Update: 06/07/2017