FGSV Newsletter
Neuigkeiten aus der Arbeit der FGSV-Gremien - Neuerscheinungen aus dem Bereich des Technischen Regelwerks - aktuelle Veranstaltungen der FGSV Wird die E-Mail nicht richtig dargestellt?
Hier geht's zur Browser-Version.
FGSV Logo

Sehr geehrte Newsletter-Leser,

heute erhalten Sie den Newsletter 08/2013 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Wir haben für Sie Neuigkeiten aus der Gremienarbeit der FGSV zusammengestellt und möchten Sie auf neue Veröffentlichungen und zukünftige Veranstaltungen hinweisen.

Die heutigen Themen:


Aus den Arbeitsgremien
Neu gegründete Arbeitsgremien
Neue und zurückgezogene Veröffentlichungen
Veranstaltungen
Internationales

Ihr FGSV-Team

AA 3.7 Fahrzeug-Rückhaltesysteme

Im AA 3.7 „Fahrzeug-Rückhaltesysteme“ wurden die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für Fahrzeug-Rückhaltesysteme (ZTV FRS) im Juni 2013 fertig gestellt. Die ZTV FRS beschreiben Anforderungen und Verfahrensregeln bei der Errichtung und Reparatur von dauerhaft eingesetzten Fahrzeug-Rückhaltesystemen, die mandatierten europäischen Normen und ergänzenden nationalen Regeln entsprechen. Sie sollen die ZTV PS 98 ersetzen und enthalten produktneutrale Regelungen für alle Fahrzeug-Rückhaltesysteme, also für Schutzeinrichtungen, Anpralldämpfer, Anfangs- und Endkonstruktionen sowie Übergangskonstruktionen. Die ZTV Fahrzeug-Rückhaltesysteme befinden sich derzeit im europäischen Notifizierungsverfahren, das für Bauprodukte, zu denen die Fahrzeug-Rückhaltesysteme gehören, zunächst durchlaufen werden muss, bevor die ZTV FRS offiziell eingeführt werden können.

 

AK 3.3.7 Berücksichtigung des ÖPNV im städtischen Verkehrsmanagement

Am 25. September 2013 kommt in Hamburg zum ersten Mal der AK 3.3.7 zur Berücksichtigung des ÖPNV im städtischen Verkehrsmanagement zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises: Für die Teilhabe am öffentlichen Leben und für die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Städten stellt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine wesentliche Voraussetzung dar. Insbesondere in den Städten und Ballungsräumen steht die Gestaltung eines attraktiven ÖPNV jedoch häufig im Zielkonflikt mit den Belangen anderer Verkehrsarten und mit städtebaulichen Randbedingungen. Die Anlage und der spätere Betrieb der Verkehrsanlagen der verschiedenen Verkehrsarten erfolgt jedoch in der Regel losgelöst in einer sektoralen Betrachtung. Lediglich an den vorgegebenen Schnittstellen wie der Lichtsignalsteuerung erfolgt häufig eine Abstimmung durch die lokale ÖPNV-Bevorrechtigung.

Diese ausschließlich lokale und sektorale Betrachtung wird weder den eigentlichen Belangen städtischen des ÖPNV-Systems noch einem integrierten städtischen Verkehrsmanagement gerecht. So werden in der heutigen Planungspraxis die vielfältigen Wechselwirkungen nicht ausreichend betrachtet bzw. es bestehen zu wenig publizierte Kenntnisse, um belastbare Aussagen hierzu zu treffen.

Diese Wechselwirkungen betreffen

  • Zielkonflikte mit Fußgänger-, Radfahrerwartezeiten,
  • Sprungkosten des ÖPNV bei zu geringer Bevorrechtigung,
  • Auswirkungen von Bussonderfahrstreifen bzw. besonderer Bahnkörper auf Fahrzeit und Fahrplanstabilität und der möglichen baulich-betrieblichen Alternativen durch Busschleusen und Zeitinseln,
  • Zielwerte für ideale Reisegeschwindigkeiten (um Überforderung aus dem GVFG entgegenzuwirken).

Daneben besteht ein Defizit bzgl. publizierter Erfahrungswerte über

  • das Beschleunigungspotenzial durch Bevorrechtigung, durch eigenen Fahrweg und durch Haltestellenausbildung und -lage und
  • die jeweiligen Vor- und Nachteile von Straßenbahn und Bus hinsichtlich Beförderungsleistung und -komfort und der Integration in das städtische Umfeld.

Ein wesentliches Hemmnis für die Behandlung des ÖPNV im integrierten Verkehrsmanagement ist der Mangel an publiziertem Best-Practise-Wissen bzgl. der erzielbaren verkehrli­chen, umweltbezogenen und städtebaulichen Wirkungen. Hier setzt das Wissensdokument an. Durch eine praxisgerechte Auswertung verteilt vorliegenden Erfahrungswissens sowie abgeschlossener und laufender Untersuchungen sollen folgende Frage­stellungen beantwortet werden:

  • Welche Kombinationen entwurfstechnischer und betrieblicher Elemente haben sich in der Praxis bewährt und führen zu einer hohen Verkehrsqualität der verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen?
  • Wie können Zielkonflikte zwischen den einzelnen Verkehrsarten im Verkehrsmanagement möglichst vermieden bzw. bestmöglich ausgeglichen werden?
  • Welche verkehrlichen Wirkungen sind mit baulichen und betrieblichen Maßnahmen der ÖPNV-Bevorrechtigung konkret erreichbar?

Die veralteten „Hinweise zur Bevorrechtigung des öffentlichen Personennahverkehrs bei der Lichtsignalsteuerung“ aus dem Jahr 1993 würden durch das neue Wissensdokument (Hinweise) ersetzt werden.

 

AK 6.6.3 Überarbeitung der TL Pflaster-StB und ZTV Pflaster-StB

Am 18. September 2013 kommt zum ersten Mal der AK 6.6.3 zur Überarbeitung der TL Pflaster-StB und ZTV Pflaster-StB in Köln zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises: Die Normenreihe EN 1338-1342 wird zurzeit überarbeitet. Die hierdurch erforderlichen Änderungen sind in die TL (FGSV 643) und ZTV Pflaster-StB 06 (FGSV 699), Ausgabe 2006 zu integrieren. Weiterhin sind einige fachliche Ergänzungen und Änderungen der aktuellen ersten Fassung erforderlich, u. a. verursacht durch Überarbeitung der ATV DIN 18318.

Es wird ein Zeitraum von ca. 3 Jahren für die Texterarbeitung benötigt. Die Gliederung erfolgt gemäß den aktuellen Fassungen der TL und ZTV.

Potenzielle Nutzer sind Vertreter von öffentlichen Auftraggebern, Planungsbüros, Baufirmen, Baustoffindustrie und Wissenschaft sowie Sachverständige.

 

AK 6.6.4 Bauliche Erhaltung von Pflasterdecken und Plattenbelägen

Am 28. August 2013 kam in Osnabrück zum ersten Mal der AK 6.6.4 „Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen“ zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Zum Hintergrund des Arbeitskreises: Anders als für die Bauweisen mit Asphalt- oder Betondecke steht für Pflasterdecken und Plattenbelägen bisher kein technisches Regelwerk zur baulichen Erhaltung zur Verfügung. Dies wird innerhalb des Erhaltungsmanagements der Baulastträger benötigt.

Aufgrund der vollständigen Neuerstellung des Regelwerks wird ein Zeitraum von ca. 3 Jahren für die Texterarbeitung benötigt. Ob ein Regelwerk (Merkblatt R 2) oder ein Wissensdokument (Hinweise W 1) entsteht, wird noch vom AA 6.6 entschieden.

Der Inhalt (angelehnt an das M BEB für die bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen aus Beton) wird aus folgenden Teilen bestehen:

Begriffsbestimmungen, Zustandserfassung und Erhaltungsplanung (Schadensbild, ergänzende Untersuchungen, Schadensursachen), Baustoffe und Baustoffgemische, Baugrundsätze, Ausführung baulicher Erhaltungsmaßnahmen (Instandhaltung, Instandsetzung, Erneuerung), zusätzliche Maßnahmen.

Potenzielle Nutzer sind Baulastträger von Verkehrsflächen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen sowie Ingenieurbüros (Erhaltungsplanung), Sachverständige und Baufirmen.

 

Neue Veröffentlichungen
Zurückgezogene Veröffentlichungen
545Merkblatt über die Verhütung von Frostschäden an Straßen, Ausgabe 2013545Merkblatt für die Verhütung von Frostschäden an Straßen, Ausgabe 1991
248/1Hinweise zur Wirksamkeit landschaftspflegerischer Maßnahmen im Straßenbau (H LPM), Ausgabe 2013
6000Praxisinformationen der Kommentierungsgruppe Gesteinskörnungen, Ungebundene Bauweisen, Ausgabe August 20136000Praxisinformationen der Kommentierungsgruppe Gesteinskörnungen, Ungebundene Bauweisen, Ausgabe August 2012
947

Merkblatt für versickerungsfähige Verkehrsflächen (M VV), Ausgabe 2013

947Merkblatt für wasserdurchlässige Befestigungen von Verkehrsflächen, Ausgabe 1998
947/1Änderungen und Ergänzungen zu dem Merkblatt für wasserdurchlässige Befestigungen von Verkehrsflächen, Ausgabe 2009

Opens external link in new window Weitere Informationen zu unseren Veröffentlichungen sowie Bestellmöglichkeiten finden Sie beim FGSV Verlag.

 

Für das Seminar „Staustelle Baustelle“ am 12. September 2013 in Hannover (Medizinische Hochschule) sind noch Plätze frei!

Die gemeinsame Veranstaltung der FGSV, des BMVBS, der BASt und des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie (HDB) hat die Baustelle und das Arbeitsstellenmanagement als einen Schlüssel zur Beseitigung negativer Verzögerungen und Staus auf Autobahnen und anderen leistungsfähigen Straßen zum Inhalt und ist verknüpft mit dem Forschungsprogramm „Straße im 21. Jahrhundert“.

Der Verkehrsträger Straße ist zentraler Bestandteil eines intermodalen Verkehrssystems und hat sowohl die individuellen Reisebedürfnisse als auch den zu erwartenden starken Anstieg des Güterverkehrsbedarfs unserer Wirtschaft zu bewältigen. In Verbindung mit dem steigenden Erhaltungsbedarf führt dies schon heute zu Konflikten beim fließenden und beim ruhenden Verkehr, ebenso wie bei der durch die Emissionen betroffenen Bevölkerung. Die Abteilung Straßenbau des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat daher mit Unterstützung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) das Forschungsprogramm „Straße im 21. Jahrhundert − Innovativer Straßenbau in Deutschland“ entwickelt. Das Programm hat zum Ziel, dem Straßenbau einen entscheidenden Innovationsschub zu geben. Straßen sollen durch moderne Verkehrsleitsysteme und durch ein innovatives Baustellen- und Störfallmanagement noch intelligenter und noch sicherer werden.

Als erste Pilotbaustelle wurde am 21. Mai 2013 die „Baustelle im 21. Jahrhundert“ auf der BAB 5 in Hessen zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Friedberg eingerichtet. Sie leitet sich vom Programm “Straße im 21. Jahrhundert“ ab.

Erfahren Sie im Seminar aktuelle Ergebnisse und Berichte aus Praxis und Forschung aus erster Hand der Fachleute.

Die Themen des Seminars sind:

  • Längere Baulose und komplette Generalsanierung in der Schweiz
  • Aktuelle Erfahrungen beim Einsatz von Nachtbaustellen
  • Slotmanagement und Phasenpläne in Hessen
  • Straße und Baustelle im 21. Jahrhundert
  • Vollsperrung der BAB A 40 im Jahr 2012
  • Die B 16 bei Ingolstadt
  • Seitenstreifenfreigabe bei der BAB A 9
  • Verkürzte Bauzeit durch die innovative Bauweise PMA

Kosten: 50 €

Das zweite Seminar „Staustelle Baustelle“ für den süddeutschen Raum findet am 25. September 2013 in Stuttgart statt.

 

Kalender

Seminar "Staustelle Baustelle"
12. September 2013
Hannover
Programm und Anmeldung

Kolloquium Straßenbetrieb 2013
17./18. September 2013
Karlsruhe
Programm und Anmeldung

Betonstraßentagung 2013 / Concrete Pavement Conference 2013
19./20. September 2013
Karlsruhe
Programm und Anmeldung / Programme and Registration

Seminar "Staustelle Baustelle"
25. September 2013
Stuttgart
Opens external link in new windowProgramm und Anmeldung

Arbeitsgruppentagung Infrastrukturmanagement 2013
28./29. November 2013
Köln
Programm und Anmeldung

Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen" mit Auditorenforum
24./25. Feburuar 2014
Weimar

Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen" mit Auditorenforum
17./18. März 2014
Wuppertal

HEUREKA '14 mit Fachausstellung
2./3. April 2014
Stuttgart

Einen Überblick über alle FGSV-Veranstaltungen finden Sie in unserer Rubrik Veranstaltungen.

Impressum

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie in unserer Verteilerliste des FGSV-Newsletters eingetragen sind. In unserer Newsletter-Verwaltung können Sie Ihre Daten ändern oder den Newsletter abbestellen.

 

© 2013. Für den Inhalt des Newsletters ist die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) verantwortlich. Veröffentlichungen, Vervielfältigungen und Zitieren ist nur unter Angabe der Quelle erlaubt.

Verantwortlich für den Inhalt:
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV)
An Lyskirchen 14
50676 Köln

Tel.: (0221) 93 58 3-0
Fax: (0221) 93 58 373
E-Mail:
koeln@fgsv.de
Internet:
www.fgsv.de

Registergericht / Register-Nr.:
Amtsgericht Köln / 4295

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10, Abs. 3 MDStV:
Dipl.-Ing. Hans Walter Horz
(Geschäftsführer)

Gestaltung und Konzeption:
Wiss. Dok. Ellen Höfer, M.A.

Haftungshinweis
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Die Haftung für die Aktualität, Vollständigkeit, Richtigkeit oder Qualität des Inhaltes der eigenen Seiten ist ausgeschlossen.

Follow on Twitter
IMPRESSUM
Copyright © 2018 FGSV
Für den Inhalt des Newsletters ist die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) verantwortlich. Veröffentlichungen, Vervielfältigungen und Zitieren ist nur unter Angabe der Quelle erlaubt.


Verantwortlich für den Inhalt:
Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV)
An Lyskirchen 14
50676 Köln

Tel.: (0221) 93 58 3-0
Fax: (0221) 93 58 3-73
E-Mail: info@fgsv.de

Registergericht / Register-Nr.:
Amtsgericht Köln / 4295

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10, Abs. 3 MDStV:
Dr.-Ing. Michael Rohleder (Geschäftsführer)

Redaktion:
Katharina Scholl, B.A.

Gestaltung und Konzeption:
Wiss. Dok. Ellen Höfer, M.A.

Haftungshinweis
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Die Haftung für die Aktualität, Vollständigkeit, Richtigkeit oder Qualität des Inhaltes der eigenen Seiten ist ausgeschlossen.

Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie in unserer Verteilerliste des FGSV-Newsletters eingetragen sind. In unserer Newsletter-Verwaltung können Sie Ihre Daten ändern oder den Newsletter abbestellen.

E-Mail-Template von MailChimp, verwendet unter der Creative Commons-Lizenz CC BY / geändertes Original