3.10.6 Analyse und Bewertung der Zuverlässigkeit des Verkehrsablaufs von Straßen

Datum der Konstituierung

13.10.2016

Leitung

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Justin Geistefeldt

Problem / Ziel

Neben konventionellen Ansätzen zur Analyse und Bewertung des Verkehrsablaufs auf Straßen, die in der Regel auf einer Beschreibung der Verkehrsqualität im Sinne eines Erwartungswertes für ein definiertes Zeitintervall (z. B. eine Spitzenstunde) basieren, gewinnen Ansätze zur Ermittlung und Bewertung der Zuverlässigkeit zunehmend an Bedeutung. Unter der Zuverlässigkeit des Verkehrsablaufs wird im Allgemeinen die Übereinstimmung der tatsächlichen Verkehrsqualität mit den Erwartungen der Verkehrsteilnehmer verstanden. Die Zuverlässigkeit kann auf die Variabilität der Fahrtzeit auf Strecken oder Routen, aber auch auf die betriebliche Verfügbarkeit von Verbindungen oder die Kapazität von Strecken oder Netzen bezogen werden. Der Begriff "Zuverlässigkeit" ist dabei abzugrenzen von den Begriffen "Robustheit" und "Resilienz".

Auf internationaler Ebene, insbesondere in den USA, haben Verfahren zur Analyse und Bewertung der Zuverlässigkeit des Verkehrsablaufs bereits eine erhebliche Verbreitung in der Praxis erfahren und Eingang in Bemessungsverfahren (HCM 6th Edition) gefunden. In Deutschland sind Fragen der Zuverlässigkeit bislang vor allem im Kontext der Weiterentwicklung der Bewertungsmethodik für den BVWP 2030 behandelt worden. Es fehlen jedoch Hinweise zur Definition, Analyse und Bewertung der Zuverlässigkeit des Verkehrsablaufs sowie zu den Einsatzmöglichkeiten von zuverlässigkeitsbasierten Ansätzen in verkehrsplanerischen und verkehrstechnischen Anwendungen. Daher sollen im Sinne einer Grundlagenarbeit der Stand des Wissens zur Definition, Analyse und Bewertung der Zuverlässigkeit des Verkehrsablaufs strukturiert aufbereitet und Empfehlungen für den Einsatz der Zuverlässigkeit als Bewertungsgröße in verschiedenen Anwendungen gegeben werden.

Angestrebtes Ergebnis

Es soll ein Wissensdokument (W 1) erstellt werden.

Update: 28/02/2018