3.2.9 Videodetektion in Verkehrsbeeinflussungsanlagen

Datum der Konstituierung

22.6.2010

Leitung

Dipl.-Ing. Johannes Traxler, M.Sc.

Problem / Ziel

Diverse Forschungsarbeiten sowie Projektrealisierungen haben das Nutzenpotential der Videodetektion im Kontext von Verkehrsbeeinflussungsanlagen bereits aufgezeigt. Im Kontext der Verkehrsbeeinflussung auf Außerortstraßen nimmt der Druck auf das Betreiberpersonal zur visuellen Überwachung von Anlagen und der damit erwarteten schnellen Ereigniserkennung auf der freien Strecke oder in Tunneln mittels Video immer mehr zu. Auf Grundlage der vorgesehenen Dokumentation des Standes der Technik können die Verkehrsbeeinflussungsanlagen mit Videoüberwachung außerorts (Tunnel, TSF) zukunftssicher gestaltet werden.

Bei nahezu unverändertem Personalbestand werden immer mehr Kamerabilder in den Zentralen aufgeschaltet. Ausgehend vom gültigen Regelwerk (z.B. ARS 20/2002 in Bezug auf die temporäre Seitenstreifennutzung, RABT 2006 in Bezug auf die Tunnelausrüstung) sind Videokameras zwingend vorgesehen. Die entsprechenden Bildinformationen sind vom Betriebspersonal auszuwerten und bei vordefinierten Situationen aktiv Handlungen vorzunehmen.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit, der Verbesserung der Überwachugsqualität sowie der Ergonomie für das Betriebspersonal erscheint eine Nutzung der Videodetektion zur automatischen Bildauswertung zielführend, um die ohnehin vorhandene Infrastruktur der Kameras noch effizienter nutzen zu können.

Um den gezielten Einsatz der Videodetektion zu ermöglichen bzw. zu vereinfachen und praxisbezogene Hinweise für die Einsatzfelder der Technologie aber auch der systemtechnischen Grenzen aufzuzeigen wurde die Gründung eines Arbeitskreises für erforderlich gehalten. Dessen Tätigkeit war zunächst auf die Videodetektionstechnik im Außenbereich zu fokussieren, um zeitnah konsolidierte Ergebnisse vorlegen zu können. Für Tunnelanlagen sind Besonderheiten zu berücksichtigen, welche den Arbeitsbereich erheblich vergrößern und eine differenzierte Bearbeitung erfordern.

 

Angestrebtes Ergebnis

Als erstes handhabbares Ergebnis wurde die Erstellung eines Wissenspapiers angestrebt. Dieses fasst den Stand der Technik der Videodetektion für die Anwendung in Verkehrsbeeinflussungsanlagen zusammen und berücksichtigt dabei auch die Aspekte der Systemtechnik, in welche die Videodetektion eingebettet ist, wie Videoaufnahme und -übertragung sowie -speicherung und Datenübertragung und zu berücksichtigende rechtliche Aspekte.

Darauf aufbauend sind einerseits die Erarbeitung weitere detailliertere Empfehlungen möglich bzw. andererseits die Ausdehnung des Wissenspapierinhaltes auf den Anwendungsfall Tunnel.

Erreichte Ergebnisse

Das Wissensdokument liegt vollinhaltich bearbeitet im Entwurf vor und steht vor der finalen Überarbeitung und Vorlage.

Das Wissensdokument kann als Information und Handreichung für die Anwender auf Verwaltungsseite herangezogen werden.

Update: 28/02/2018