1.1.2 Planerische Konzepte zur Umweltentlastung im Stadtverkehr

Datum der Konstituierung

04.02.2019

Leiter

Prof. Dr.-Ing. Jochen Eckart

 

Problem / Ziel

Der Straßenverkehr ist ein wesentlicher Verursacher von Lärm, Luftschadstoffen und CO2. Viele Kommunen stehen daher vor der Herausforderung, Maßnahmen zur Entlastung der vom Kfz-Verkehr ausgehenden Umweltauswirkungen zu entwickeln. Die verkehrlichen Umweltauswirkungen beeinflussen zudem die städtebauliche Entwicklung von Kommunen. Leerstände und unzureichende Instandhaltung von Gebäuden an verkehrlich stark belasteten Straßen sind sichtbarer Beweis für die Problemlagen.

Um die Lebensqualität in den Städten zu steigern und eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen, erhält die Reduzierung der vom Stadtverkehr ausgehenden Umweltbelastungen an Bedeutung. Die eingeleiteten bzw. im Raum stehenden Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen die Bundesrepublik Deutschland sowie die aktuellen Gerichtsverfahren bzw. Urteile fordern von  Kommunen die Einleitung von verkehrlichen Maßnahmen zur Umweltentlastung und verschärfen aktuell den Handlungsbedarf im Bereich der Luftreinhaltung und Lärmminderung zusätzlich. Mittelfristig führen zudem die sektoralen Klimaschutzziele Deutschlands (-55 % Treibhausgasemissionen bis 2030 und -95 % bis 2050 gegenüber 1990) zu einem hohen Handlungsbedarf der kommunalen Verkehrsplanung, zum Klimaschutz beizutragen bzw. die städtische Infrastruktur, und damit auch die Verkehrsinfrastrukturen, an die Klimafolgen anzupassen.

In der Planungspraxis zeigt sich deshalb ein hoher Bedarf an Hinweisen zur Wirkung von verkehrsplanerischen Maßnahmen/Konzepten und Maßnahmenkombinationen in der Konzeptphase von Mobilitätsplänen, Luftreinhalteplänen, Lärmaktionsplänen, Klimaschutzkonzepten und Klimaanpassungsplänen. Zudem besteht ein hoher Bedarf an argumentativen Grundlagen, um in der Abstimmungsphase der Pläne die gewählten Maßnahmen gegenüber Fachämtern, TÖB, Bürgern und Politik fach- und sachgerecht vertreten zu können. 

Der AK wird Veröffentlichungen mit evidenzbasierten Informationen zur Auswahl, Abschätzung, Bündelung, Priorisierung, Optimierung, Präsentation und Diskussion von verkehrsplanerischen Konzepten zur Umweltentlastung auf konzeptioneller Ebene entwickeln. Ergebnisse sollen kurzfristig als Autorenpapier beispielsweise in der Straßenverkehrstechnik veröffentlicht werden, um dem Bedarf der kommunalen Planungspraxis nach zeitnahen und übersichtlichen Hilfestellungen zu entsprechen. Dies ist bereits in der Vergangenheit mit Artikeln der Gremienmitarbeiter unter der Bezeichnung Arbeitskreis 2.12.4 geschehen. In der Folge werden die Themen nun in einem gemeinsamen Wissensdokument der 2. Kategorie (W 2) zusammengetragen.

Angestrebtes Ergebnis

Arbeitspapier (W 2) – 2021

    Update: 25/02/2019