2.7 Sicherheitsaudit von Straßen

Leitung: ORR Dr.-Ing. Marco Irzik

Auftrag / Aufgaben

Der AA dokumentiert und entwickelt den Stand des Wissens zu allen Fragen der methodischen Grundlagen des Sicherheitsaudits von Straßen, der Anwendung in der Entwurfspraxis sowieder Schulung, Zertifizierung und Re-Zertifizierung von Auditoren. Er pflegt und ergänzt die dazu notwendigen Regelwerke und betreut und initiiert entsprechende Forschungsarbeiten.

Bestand an Regelwerken und Wissensdokumenten

  • Richtlinien für das Sicherheitsaudit von Straßen (RSAS) – (2019) – 298

  • Merkblatt für die Ausbildung und Zertifizierung der Sicherheitsauditoren von Straßen (MAZS) – (2022) – 298/1

Laufende Forschung

Vom Arbeitsausschuss betreute FE-Projekte

  • 02.0377 Anpassung und Anwendung des Verfahrens zur Sicherheitsbewertung von Ortsdurchfahrten
  • 02.0396 Bestandsaudit bei Instandsetzungs- und Erneuerungsmaßnahmen im Rahmen der baulichen Erhaltung von Landstraßen
  • 02.0442 Neue Schulungsunterlagen für Planer und Auditoren
  • 03.0547 Evaluierung der Sicherheitsanalyse von Straßennetzen
  • 03.0607 Internationale 'Safety Review Tools' - Wie können die vorliegenden internationalen Erkenntnisse für Deutschland genutzt oder nutzbar gemacht werden?!

Weitere für den Arbeitsausschuss relevante FE-Projekte

89.0311 Handbuch für die Bewertung der Verkehrssicherheit von Straßen (HVS) – Aktualisierung

Aktuelle Arbeitskreise

2.7.2 Merkblatt für die Ausbildung und Zertifizierung der Sicherheitsauditoren von Straßen (MAZS)

Der AK 2.7.2 befasst sich mit der Fortschreibung und Überarbeitung des MAZS infolge der neuen RSAS.

Aktivitäten

Frühere Arbeitskreise

2.7.1 Empfehlungen für die Durchführung eines Bestandsaudits von Straßen

Der AK 2.7.1 befasste sich speziell mit der Erarbeitung von Empfehlungen zur Durchführung eines anlassbezogenen Bestandsaudits, welches dann auch die Inhalte des Artikels 5 der EU-Richtlinie mit abdeckt. Mit Erscheinen der RSAS gelten die Arbeiten des AK 2.7.1 als abgeschlossen.

Laufende Bearbeitung / Überarbeitung von Regelwerken / Wissensdokumenten

Wie auch die ursprüngliche EU-Richtlinie 2008/96/EG vom 19.11.2008 über ein Sicherheitsmanagement für die Straßeninfrastruktur enthält auch die geänderte Fassung vom 07.10.2019 u. a. Vorgaben zum Sicherheitsaudit (Artikel 4) und sieht deren verpflichtende Anwendung bei Straßenbauprojekten im transeuropäischen Netz (TEN-T), nun aber zusätzlich auch noch auf sog. "Primary Roads" vor.  Deutschland hatte in Abstimmung zwischen dem Bund und den Obersten Straßenbaubehörden der Länder die Vorgaben der alten Richtlinie in nationales Recht umgesetzt (ARS Nr. 26/2010). Nun haben die Länder 2 Jahre Zeit, die neue, überarbeitete EU-Richtlinie in nationales Recht zu überführen.

Die neue Richtlinie fordert zudem neben den regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen des in Betrieb befindlichen Straßennetzes zur präventiven Unfallverhütung nun vom Prinzip her auch eine anlassbezogene Sicherheitsüberprüfung als Folge einer Netzanalyse mit deren Hilfe unfallbelastete und risikobehaftete Streckenabschnitte im Stranetz identifiziert werden sollen.

Zudem betont die neue EU-Richtlinie stärker als bisher die Berücksichtung aller, d. h. insbesondere auch der ungeschützten Verteilnehmenden.

In diesem Kontext bearbeitet der AA 2.7 folgende Aufgaben:

  • Evaluation der neuen "Richtlinien für das Sicherheitsaudit von Straßen (RSAS)"
  • Erarbeitung des Programms für das Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen" in Weimar und Wuppertal
  • Austausch zu Ausbildung, Zertifizierung und Re-Zertifizierung von Sicherheitsauditoren
  • Fragen der Pflege der Listen der Auditoren und Ausbildungsstätten
  • Qualifikation der "Ausbilder"
  • Pflege und Fortschreibung der neuen Defizitlisten für das Sicherheitsaudit von Straßen
  • Bearbeitung erkannter offener sowie neuer Fragen (z. B. Erprobung des Bestandsaudits)

Weitere Aktivitäten

Leider konnte das Symposium "Verkehrssicherheit von Straßen" mit Auditorenforum auch in 2022 aufgrund der Corona-Pandemie erneut nicht als Präsenztermin an den Standorten Wuppertal und Weimar stattfinden konnte, sondern musste als Online-Veranstaltung durchgeführt werden musste. Die Hoffnung ist groß, dass bei einer Präsenzveranstaltung in 2023 nicht nur der fachliche Input durch die Vorträge, sondern auch der persönliche Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen wieder möglich sein wird.

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