Datum der Konstituierung: 24.01.2019
Leitung: Roland Fähndrich, M.Sc.
Problem / Ziel
Die Hinweise zur Umweltbaubegleitung (H UBBS) ergänzen und aktualisieren insbesondere die Empfehlungen für die landschaftspflegerische Ausführung im Straßenbau (ELA).
In der H UBBS sind die Aufgaben einer UBB beschrieben. Es wird die Abgrenzung zu weiteren am Bau und an der Bauvorbereitung Beteiligten, wie der landschaftspflegerischen Ausführungsplanung oder der technischen Bauüberwachung, vorgenommen. Außerdem positioniert sich die H UBBS gegenüber anderen Fachgutachterleistungen (faunistische Kartierungen, Bodengutachter etc.).
Die H UBBS führt ein neues Rollenverständnis der UBB, angelehnt an das Konzept des Eisenbahn-Bundesamtes, ein. Diese Neuerung ermöglicht auch im Straßenbau eine projektspezifische und damit fachliche Schwerpunktlegung: Spezielle UBB Naturschutz, Spezielle UBB Gewässerschutz, Spezielle UBB Bodenschutz, Spezielle UBB Immissionsschutz. Bei Projekten übernimmt eine fachlich breit aufgestellte Generelle UBB die Beratung des Vorhabenträgers. Wenn mehr als eine Spezielle UBB erforderlich ist, ist die Generelle UBB auch zentraler Ansprechpartner und koordiniert die Spezialisten. Die E UBB macht an Beispielen deutlich, wie sich die Spezialisten untereinander und insbesondere von der Generellen UBB abgrenzen. Dieses modulare Konzept ermöglicht eine Anpassung an die vielfältigen Anwendungsfälle mit ihren jeweils eigenen Anforderungen: Radwegeverbindung, Brückenersatzneubau oder Linienbaustelle für einen Ausbau einer Bundesfernstraße usw.
Nicht nur diese Neuerung begründete eine wesentliche Überarbeitung der Inhalte für die Vergabe der freiberuflichen Leistung UBB. Dafür wirkt der AK 2.9.8 bei einer grundlegenden Überarbeitung des Leistungsbilds UBB (HVA F-StB 10578) mit, und es werden die Technischen Vertragsbedingungen für Umweltbaubegleitung (TVB-UBB) neu erstellt. In der E UBB werden auch einige bereits in der Praxis etablierte Elemente der Dokumentation anhand von Mustern näher beschrieben und auch im Leistungsbild eindeutig formuliert (z. B. ein Pflichtenheft mit übersichtlicher Checkliste über Auflagen).
Der grundsätzliche Ablauf der UBB wurde gegenüber dem bisherigen Verständnis nicht verändert (vgl. HVA F-StB, ELA). Die E UBB konkretisiert jedoch den Ablauf und stellt die Aufgaben im Kontext der einzelnen Leistungsphasen dar – im Prinzip als Nachschlagewerk für die Vergabe der Ingenieurleistung oder auch die Durchführung in den Verwaltungen. Die UBB beginnt mit der Begleitung der Ausführungsplanung. Sie wirkt bei der Bauausschreibung mit und begleitet schließlich – wie namensgebend – die Baustelle bis zur Vorbereitung der Abnahme. In jeder Phase des Projektes unterstützt sie den Vorhabenträger durch ihre Beratung bei seinen wesentlichen Zielen: der Umsetzung der umweltrechtlichen Nebenbestimmungen aus der Zulassung und dem rechtssicheren Handeln bei Unvorhergesehenem.
In der E UBB werden in der Praxis bereits bewährte Aspekte konserviert und auch neue fachliche und rechtliche Anforderungen angemessen berücksichtigt. Das Ergebnis stellt den Konsens verschiedener Perspektiven der im Arbeitskreis beteiligten Verkehrsträger sowie Anwendenden (Auftragnehmenden) dar.
Angestrebtes Ergebnis
Angestrebt wurde ein R 2-Dokument, das die ELA in Hinblick auf die Umweltbaubegleitung ergänzen sollte (ELA: Empfehlungen für die landschaftspflegerische Ausführung im Straßenbau). Zunächst werden die H UBBS aber als W1-Dokument veröffentlicht.