7.9 Umweltaspekte

Leitung

Dr.-Ing. Verena Rosauer

Auftrag / Aufgaben

Mit der Gründung des Arbeitsausschusses 7.9 „Umweltaspekte“ und hiermit der Überführung der ad-hoc-Gruppe 7.03 „Umweltaspekte“ in einen Arbeitsausschuss soll der Erweiterung und Bedeutung der Aufgaben der ad-hoc-Gruppe Rechnung getragen werden: 

Die ad-hoc-Gruppe 7.03 wurde im September 2019 vor dem Hintergrund der Diskussion bezüglich des Arbeitsplatzgrenzwertes für Dämpfe und Aerosole bei der Heißverarbeitung von Bitumen initiiert und sollte zunächst die Schritte, die aus der Entscheidung des Ausschusses für Gefahrstoffe (AGS) resultieren, im Hinblick auf das FGSV-Asphaltregelwerk aufarbeiten, vorbereiten und begleiten. Darüber hinaus sollte die ad-hoc-Gruppe allgemein umwelt-, gesundheits- und sozialrelevante Themen betrachten, die sich mittelfristig unmittelbar auf das FGSV-Regelwerk, insbesondere die Asphaltherstellung und den Asphalteinbau sowie das Gebrauchsverhalten einschließlich Wiederverwendung, auswirken können. Diese Themen seitens der ad-hoc-Gruppe sollten so aufgearbeitet und vorbereitet werden bzw. wurden so aufgearbeitet und vorbereitet, dass dem LA 7 Empfehlungen für die weitere Bearbeitung gegeben und die Themen im LA 7 fundiert diskutiert werden können. 
Neben der Situation zum Arbeitsplatzgrenzwert bereits identifizierte weitere Themenbereiche waren Folgende:

  • CO2-Emissionen (Carbon Footprint) der Asphaltbauweise,
  • Potenzial von Asphaltbauweisen zur Reduktion von Schadstoffen aus der Umwelt,
  • Umweltaspekte bei der Verwendung von Sekundärrohstoffen und Zusätzen, z. B. Gummi, Haftverbesserer, Rejuvenatoren,
  • Umweltaspekte bei der Verwendung von Bitumenemulsionen und Schaumbitumen,
  • Entwicklungen der europäischen Normung, z. B. zu geregelten Gefahrstoffen (Regulated Dangerous Substances) oder der Grundanforderung an Bauwerke (BWR 7).

Die Reihenfolge in der Bearbeitung der Themenbereiche war nach der Idee bei der Gründung der ad-hoc-Gruppe nach ihrem aktuellen Anlass und der Dringlichkeit zu wählen. 

Mit Blick auf den Klimawandel, die aktuell hieraus resultierenden politischen Vorgaben und den akuten und immer dringlicheren Bedarf der Integration und Beachtung der verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit auch im (Asphalt-)Straßenbau ist es erforderlich, diese vermehrt und in erheblich größerem Umfang in der Arbeit der ad-hoc-Gruppe aufzunehmen als bisher identifiziert und vorgesehen. Da hiermit deutlich mehr Arbeit anfallen wird, soll mit der Überführung der ad-hoc-Gruppe in einen Arbeitsausschuss die Möglichkeit eröffnet werden, einerseits unterhalb des Arbeitsausschusses weitere Arbeitskreise zu installieren, um die verschiedenen Themen und Aufgaben zeitnah abzuarbeiten und andererseits den Arbeitsausschuss (auch indirekt über die Arbeitskreise) hierfür personell zu verstärken. 

Die Diskussion und Bearbeitung der identifizierten (bau-)technischen Aspekte und eine detaillierte Aufarbeitung der Themen mit der Überarbeitung bestehender Regelwerke oder der Erarbeitung neuer Regelwerke soll dann im Weiteren jedoch wie zuvor in den jeweils zuständigen Fachgremien erfolgen.

Bestand an Regelwerken und Wissensdokumenten

Laufende Forschung

Vom Arbeitsausschuss betreute FE-Projekte

Weitere für den Arbeitsausschuss relevante FE-Projekte

Aktivitäten

Laufende Bearbeitung / Überarbeitung von Regelwerken / Wissensdokumenten

In den nächsten 5 Jahren geplante Bearbeitung/Überarbeitung von Regelwerken/Wissensdokumenten

Forschungsbedarf

Bezüglich des Arbeitsplatzgrenzwertes wurden bereits verschiedenen Forschungsprojekte aus der ad-hoc-Gruppe (mit-)initiiert.

Zum Thema Nachhaltigkeit sind aktuell keine Forschungsarbeiten geplant, weil die Situation und der Arbeitsbedarf zunächst strukturiert und die bestehenden Regelwerke gesichtet werden müssen. Ferner wurden in der Vergangenheit bereits vereinzelt Forschungsprojekte zu einzelnen Aspekten des Klimawandels und der Nachhaltigkeit durchgeführt, sodass zu prüfen ist, welche Erkenntnisse hieraus übernommen oder adaptiert werden können. 

Sollte im Laufe der Bearbeitung ein Forschungsbedarf erkannt werden, werden entsprechende Anträge für Forschungsarbeiten gestellt.

Weitere Aktivitäten

  • Sichtung und Auswertung der vorhandenen Veröffentlichungen und (politischen) Vorgaben 
  • Sichtung und Auswertung themenspezifischer Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse (auch international)
  • Bearbeitung von aktuellen Fragestellungen aus den verschiedenen Themenbereichen
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