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7.2.3 Alternative Bindemittel

Datum der Konstituierung / Leitung

Datum der Konstituierung: 20.11.2025

Leitung: Dr.-Ing. Sandra Weigel

Problem / Ziel

Über das Pariser Klimaabkommen, den European Green Deal sowie das deutsche Klimaschutzgesetz werden konkrete Anforderungen gestellt, Treibhausgase zu reduzieren. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, müssen Wirtschaft und Gesellschaft in vielen Bereichen neu ausgerichtet werden. Das betrifft auch den Asphaltstraßenbau. Nachhaltigkeit, insbesondere Klimaschutz, sollen künftig bereits in den Ausschreibungen verankert werden. 

Einen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen könnte die Substitution des aus dem Erdöl gewonnenen Bitumens liefern. Sowohl in der internationalen als auch nationalen Forschung wurden Projekte initiiert, die sich mit alternativen Bindemitteln für Asphalt befassen. Diese Entwicklung sollte in der FGSV begleitet und mitgestaltet werden, um einen effizienten Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Asphaltstraßenbau zu leisten.

Der Bereich alternativer Bindemittel für Asphalt wird durch die Gremien der FGSV bisher noch nicht abgedeckt. Im AA 7.2 Bindemittel wirken die Arbeitskreise AK 7.2.1 Bitumen und modifizierte Bitumen und AK 7.2.2 Bitumenemulsionen und bitumenhaltige Bindemittel, die sich auf bitumenhaltige Materialien fokussieren. Ein neu zu gründender AK 7.2.3 Alternative Bindemittel kann diese Lücke schließen.

Die erste zentrale Aufgabe des neuen AK wird sein, vorliegende nationale und internationale Veröffentlichungen hinsichtlich alternativer Baustoffe zu erfassen. Diese Arbeiten betreffen thematisch sowohl die Verwendung der Materialien als Teilersatzstoff, Vollersatzstoff oder für die Wiederverwendung von Bindemitteln aus Ausbauasphalten als auch deren Vor- und Nachteile sowie Effizienz und Auswirkungen auf die resultierenden Bindemittel. Basierend auf dem Bericht des FGSV-Forschungsthema Nr. 01/2022 Möglichkeiten der vollständigen oder teilweisen Substitution von Bitumen als Bindemittel im Asphaltstraßenbau sollen die Erkenntnisse in einem Wissensdokument zusammengefasst werden. Das Wissensdokument soll zudem eine Klassifizierung der alternativen Bindemittel (bspw. eine Unterscheidung von Materialien auf Biomassebasis und synthetischen Materialien) beinhalten. 

Als Ergebnis stehen nun folgende Punkte an:

  • Das Wissensdokument soll der Identifizierung zukunftsweisender Baustoffe dienen und daraus gezielten Forschungsbedarf ableiten, um alternative Bindemittel zu beurteilen und ggf. praktisch zu erproben. Gleichzeitig sollen auch die Aspekte der Bewertung der Nutzungsdauer, der Wiederverwendbarkeit und der Nachhaltigkeit (z. B. durch CO2-Einsparung oder Ökobilanzierungen) Berücksichtigung finden.
  • Bearbeitung aller Fragestellungen hinsichtlich der Verwendung von Materialien als Teilersatzstoff oder Vollersatzstoff für bitumenhaltige Bindemittel sowie für die Wiederverwendung von Ausbauasphalten zur Reduzierung von Treibhausgasen bzw. der Abhängigkeit von Frischbitumen im Asphaltstraßenbau
  • Forschungsprojekte, Vorschläge und Betreuung

Potenzielle Nutzende des Wissensdokuments

  • Potenzielle Nutzende der Veröffentlichung sind Ausschreibende Stellen (Bund, Länder, Kommunen), ausführende Baufirmen, Asphaltmischguthersteller und Baustofflieferanten. 

Grobe Gliederung des Inhalts

Das Wissensdokument Hinweise zu Alternativen Bindemitteln für Asphalt (H ABA) soll zunächst beinhalten:

  • Potenzielle Substitutionsprodukte
    • Produkte für einen Teilersatz
    • Produkte für einen vollständigen Ersatz
    • Produkte für die Wiederverwendung von Ausbauasphalten
  • Vor- und Nachteile sowie Effizienz und Auswirkungen der potenziellen Substitutionsprodukte

Für diese Themen ist eine Unterteilung nach der noch zu entwickelnden Materialklassifikation, z. B. Materialien auf Biomassebasis und synthetische Materialien, vorgesehen. 

Angestrebtes Ergebnis

  • Erarbeitung des Wissensdokumentes W 1 „Hinweise zu Alternativen Bindemitteln für Asphalt“ (H ABA) bis 2028
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